Parivartan Sharma / Reuters
Parivartan Sharma / Reuters

Ärger auch in der Spitze


Der Korruptionsindex zeigt, dass robuste demokratische Institutionen das Ausmaß der Korruption im öffentlichen Sektor begrenzen.

Email: slettemark@transparency.no
Veröffentlicht am: 2019

Mehrere Angaben in den letzten Jahren haben gezeigt, dass Unternehmen in Ländern, die auf dem internationalen Korruptionsindex einen hohen Rang einnehmen, die Korruption in Ländern, die auf einem niedrigeren Rang stehen, leider begünstigen.

Der jährliche Korruptionsindex von Transparency International rangiert auf der Grundlage der wahrgenommenen Korruption im öffentlichen Sektor in 180 Ländern. Der Index basiert auf einer Reihe unabhängiger Datenquellen, und basierend auf diesen Quellen wird für jedes Land eine Punktzahl berechnet, bei der 0 Punkte am schlechtesten und 100 am besten sind (geringste Korruption).

Dänemark an der Spitze

Der diesjährige Index wird von Dänemark (88 Punkte) gefolgt von Neuseeland (87 Punkte) und von Finnland, Singapur, Schweden und der Schweiz auf einem gemeinsamen dritten Platz (85 Punkte) erreicht. Norwegen liegt auf dem siebten Platz (84 Punkte) und ist gegenüber dem Vorjahr um einen Punkt gesunken. Am Ende des Index finden wir Somalia, Südsudan, Syrien, Jemen und Nordkorea.

Wenn Länder wie Norwegen etwas bewirken, kann es ein guter Anfang sein, dass sich der Ölfonds von der Credit Suisse zurückzieht.

Es mag paradox erscheinen, dass Dänemark den Index erneut anführt, nachdem die Danske Bank-Filiale in Estland wegen umfangreicher Geldwäsche aufgedeckt wurde, bei der im Zeitraum 200 bis 2007 bis zu 2015 Milliarden Euro, die zum größten Teil "verdächtig" waren, die Filiale durchliefen stammte hauptsächlich aus Russland, der Ukraine, Aserbaidschan und der Republik Moldau und wirkte sich bis in die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) verheerend aus, wo die Untersuchung unter anderem ergab, dass Parlamentarier bestochen worden waren, um gegen einen kritischen Bericht über weitverbreitete Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan zu stimmen.

Ölfonds

In der Schweiz hat das Land "immer" ein gut ausgebautes Bankgeheimnis, das es ermöglicht, sich auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche vorzubereiten. Der letzte Teil der Offenlegungsreihe betrifft die Milliardenkredite an Mosambik, hinter denen die Mitarbeitenden der Credit Suisse zurückblieben. Die Darlehen haben Mosambik in eine schwere Finanzkrise gebracht und haben auch eine Verbindung zu Norwegen, da der Ölfonds der zweitgrößte Eigentümer der Finanzgruppe ist.

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Zuvor bekannte Fälle betrafen die schwedische Telia und teilweise die von Telenor betriebene Vimpelcom, die jetzt im Zusammenhang mit Bestechungsgeldern an die Tochter des Präsidenten in Usbekistan, um die Verträge der Unternehmen im Land zu sichern, Rekordstrafen gezahlt hat.

Disse få eksemplene setter korrupsjonsindeksen i et litt annet lys. Land som selv har godt utviklede systemer for å unngå korrupsjon i egen offentlig sektor, er samtidig hjemland for virksomheter som tilrettelegger eller bidrar med korrupsjon i mer utsatte land. I praksis bidrar dette til å forsterke korrupsjonsproblemene. Multinasjonale selskaper og finanssektoren står i en særstilling – men er også de sektorene som virkelig Kan og bør gjøre en forskjell. En god start kan være at Oljefondet trekker seg ut av Credit Suisse.