Wie kann man in einer Welt leben, in der die Entfaltung des Lebens zu Gewalt führt?


FIKTION: In Kiøsteruds stillem Einsiedler-Roman wird das Leben auf der Suche nach Versöhnung gegen den Schmerz abgewogen. Die Natur bleibt still und zweideutig, auch wenn der Protagonist versucht, mit seinen Sinnforderungen zurückzutreten.

Philosoph. Permanenter Literaturkritiker in MODERN TIMES. Übersetzer.
Email: andersdunker.contact@gmail.com
Veröffentlicht: 6. September 2020
Die ersten Worte
Autor: Erland Kiøsterud
Verlag: Oktober, Norwegen

Nietzsche hat sein Buch geschrieben So sprach Zarathustra, «Ein Buch für alle und niemanden», über einen Einsiedler, der in der Wildnis lebt, um die Frage nach Gut und Böse zu durchdenken. Das Buch war Teil von Nietzsches Konfrontation mit der Müdigkeit, Leere und Sinnlosigkeit, die er im Westen ergriff und die er als europäisch bezeichnete Nihilismus. Er sah dies als Gegenstück zum buddhistischen Pessimismus oder östlichen Nihilismus, den er in Schopenhauer fand, wo der Lebenswille als schmerzhafte Besessenheit angesehen wird, sich zu befreien. Erland Kiøsteruds neuester Roman lädt dazu ein, in einer Nietzscheanischen Landschaft gelesen zu werden, in der eine Art…

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