die Königin
Die Königin / Königin der Herzen. Foto: ROLF KONOW

Wenn die Verteidigung der Opfer schief geht


#ICH AUCH: Schicksalsschwangere Familienbeziehungen und Machtmissbrauch können eine Erfolgsformel für den Film sein. Die Königin bietet eine nuancierte Täterin.

Countries ist Filmautor, Regisseur und Autor für MODERN TIMES.
Email: ellen@landefilm.com
Veröffentlicht am: 2019
die Königin
Regisør: Mai el-Toukhy
(Dänemark)

Mit dem Dogmenfilm wurde die Schauspielerin und Sängerin Trine Dyrholm der Öffentlichkeit bekannt Festen 1998. Jetzt ist sie mit einer komplexen und provokativen Täterrolle im dänischen Film präsent die Königin. Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Filmen berühren Themen wie Verschleierung, sexueller Missbrauch und eine streng kontrollierte Familienfassade. Beides sind psychologische Dramen, die ein großes Publikum angezogen haben. Die Geschichten sind um den Sohn als Opfer gewebt. in Festen es war der vater, der der missbraucher war, ich die Königin Es ist die Stiefmutter. Ich auch hat geholfen, sich zu lockern, um die Rollen zu wechseln und so auch die Frauenrollen mit größerer Dynamik zu fördern. In den Medien hat Regisseurin May el-Toukhy im Zusammenhang mit dem Start des Films mehrmals den Aspekt der Gleichstellung der Geschlechter hervorgehoben, indem sie Dunkelheit und Grenzenlosigkeit auch bei Frauen darstellte.

Die Königin bietet einen ungewöhnlich nuancierten Täter. Eine Karrierefrau, Mutter und Frau sexuell und gefährlich werden zu lassen, bricht mit der Femme-Fatale-Konvention des Films. Der gefährliche Verführer wird nicht länger als einer der anderen definiert, der außerhalb ist, sondern der mitten in einem sicheren und respektablen Leben steht - sowohl im Familienleben als auch in der Karriere erfolgreich.

https://vimeo.com/312901003

earthshaking

Anne (Dyrholm) ist Anwältin für Vergewaltigungsopfer und sie kennt die Schmerzen und die Verzweiflung, die die Opfer empfinden, wenn sie nicht glauben oder Gerechtigkeit erfahren. Sie wird von den vielen, die unter der Last zermalmt sind, sehr gepackt. Zu Beginn des Films bricht sie die etablierte Anwaltsrolle ab und konfrontiert spontan einen Vergewaltiger, als er über dem Freispruch schwebt. Diese Missbrauchsgeschichte wird als grausam empfunden, weil sie es der Frau, die die Missbrauchten verteidigt, ermöglicht, in die Irre zu gehen - und die Folgen genau zu kennen. Die Geschichte irritiert und zittert.