Viel Moore, ein bisschen Lachen und viel Ernst


Wie kann ein linker Schriftsteller und Filmemacher in Amerika so populär werden?

Email: redaksjon@nytid.no
Veröffentlicht am: 2003

Michael Moore ist ein großartiger US-Amerikaner und möchte mit seiner beißenden Gesellschaftskritik in "Bowling for Columbine", die jetzt ins Kino geht, ein norwegisches Publikum erreichen. Aber was ist er Politischer Aktivist? Journalist oder Humorist? Und wie kann ein linker Schriftsteller und Filmemacher in Amerika so populär werden?

Michael Moore ist kein Leichtgewicht. Das heißt: Er ist korpulent. Ein echtes Kind von McDonald's, wie er es selbst sieht. Wenn nicht weißer Müll, dann auch nicht weit weg. Und es ist sein eigener Lebensstil, den er am meisten fürchtet, nicht ein Mordversuch von ganz rechts oder von Mitgliedern der National Rifle Association, obwohl man nach dem Anschauen seines letzten Dokumentarfilms vielleicht das Gegenteil denken könnte Bowling for Columbine.

Der Film ist ein wütender Showdown mit amerikanischer Waffenkultur und amerikanischem Aggressionshunger, auch in der Außenpolitik - wo der Filmemacher ein oder zwei Diebe einsetzt, einige journalistische Abkürzungen nimmt, aber immer noch oder vielleicht gerade deshalb mit beiden Beinen fest auf einem amerikanischen Massenmarkt landet, wo viele lieben seine beißende Satire und seinen halb-absurden Revolverjournalismus.

Was für viele die ganze Zeit faszinierend ist, erscheinen die Vereinigten Staaten als alles andere als ein linksradikales Paradies. Auch norwegische Kritiker haben ihn geliebt. The Fifties and the Sixs wurden veröffentlicht, als der Film am vergangenen Wochenende uraufgeführt wurde.

Ein bisschen Lachen, viel Ernst

Der Stil von Bowling for Columbine ist typisch für Moore: Ein bisschen Lachen, viel Ernst, viel Moore, die Schwachen dürfen frei sprechen, die Mächtigen werden an die Wand gedrängt, wenn Moore seine konfrontativen Fragen stellt.

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Vor allem aber werden kontroverse Themen angesprochen. Konzentriert sich auf sie und schafft es, Filme zu erstellen, die die Leute aus den ernsten Themen heraus sehen wollen.

In Interviews betont er, dass er unterhaltsame Filme machen und sich mit den Ratten dummer weißer Männer, den großen Konzernen in Amerika oder Zerstörungswaffen auseinandersetzen will.

Hier unterscheidet er sich von der üblichen Vorderseite von links. In seinen eigenen Worten über andere oppositionelle Dokumentarfilmer: "Wer möchte dazu Popcorn essen?"

Die Tragödie in Littleton

Bowling for Columbine basiert auf dem Schießdrama an der Columbine High School in Littleton - wo zwei Jungen 12 Kommilitonen, einen Lehrer und sich selbst töteten.

Moore wundert sich, wie das passiert sein könnte, und kichert die Leute an, die "die üblichen Verdächtigen" rausbringen: Aggressiver Rock (in diesem…


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