Moore schießt wieder wild


Der Satiriker Michael Moore ist todernst, als er in seinem neuen Buch fordert, dass Oprah Winfrey nächstes Jahr der neue Präsident der Vereinigten Staaten wird.

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Veröffentlicht am: 2003

Michael Moore behauptet, es sei die "Angelegenheit", die im Mittelpunkt stehe, und nicht er selbst, sondern auch "Dude, Where´s My Country". Moore hat beschlossen, den Buchumschlag mit einem Bild von sich selbst zu schmücken. In der englischen Ausgabe sehen wir einen lächelnden Moore mit verknoteten Nasen vor einem leicht besorgten George W. Bush. In der amerikanischen Ausgabe ist auch Moores lächelndes Gesicht auf der Vorderseite zu sehen, diesmal mit einer Kette über dem Rücken, die eine Saddam Hussein-ähnliche Statue von George W. Bush nach unten zieht.

Sein neues Buch "Dude, Where´s My Country" wurde diese Woche in den USA und Großbritannien veröffentlicht. Die britische Zeitung The Guardian hat längere Auszüge aus dem Buch mitgebracht, und für diejenigen, die Zweifel haben sollten - die Hexenjagd gegen George W. Bush geht weiter.

Die Erfolgsgeschichte von Moore

Die Auszüge, die The Guardian diese Woche veröffentlichte, zeigen, dass der Katholik, Aktivist und Komiker Michael Moore die Kunst des Übertreibens immer noch beherrscht. Das Buch geht nach Osten und Westen, aber die Schreibposition ist fest auf der tollwütigen Linken verwurzelt. Wie es aufgenommen wird, ist noch ungewiss, da Moores Position in den USA und in Europa nach dem gigantischen Erfolg von "Stupid White Men" nicht mehr so ​​ist, wie es einmal war. Moore kann so viel Außenseiterstatus beanspruchen, wie er will, aber "Stupid White Men" war 2002 das meistverkaufte Faktenbuch der USA und nach "Harry Potter" von JK Rowling das zweitbeste der USA. Infolgedessen ist der Millionär Michael Moore heute der beliebteste amerikanische Dissident aller Zeiten. Er ist "Chomsky for Children", wie ein boshafter Kritiker es ausdrückte.

In den Vereinigten Staaten wird er oft als hysterisch witziger Satiriker angesehen, in Europa wird er jedoch genauso oft als ernsthafter Dokumentarfilm angesehen wie in Großbritannien, als "Stupid White Men" zum Buch des Jahres gekürt wurde.

Moore spielt viel auf beiden Saiten. Wenn wir dem französischen Aristokraten Alexis de Tocqueville glauben, ist dies eine lange amerikanische Tradition. Zu Beginn des 1800. Jahrhunderts schrieb er ein ganzes Kapitel unter dem Titel: "Warum amerikanische Schriftsteller und Redner oft so bombastisch sind". Moores derzeit schlechtester Buchgegner in den USA ist Ann Coulter. Ihr Buch heißt "Verrat und Verleumdung" und ist unter anderem ein Verteidigungsskript für die kommunistische Jagd in den 1950er Jahren.

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Wer hat es getan?

Im Voraus hat Moore viel Aufmerksamkeit erhalten, weil er erklärte, dass das Buch beweisen würde, dass George W. Bush und Osama bin Laden bessere Freunde waren, als sie beide ausgedrückt haben. Das Kapitel wird von The Guardian reproduziert.

Moore enthüllt wenig als ...


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