Julian Rosefeldt: Manifest 2014/2015. © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Das Manifest als Kunstform


Die Filminstallation Manifesto, die in diesen Tagen im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen sein wird, thematisiert einige der vielen Paradoxien, die an dem Genre Manifest festhalten - sowohl in seinen politischen als auch in seinen künstlerischen Rückschlägen.

Email: sjhelsvig@gmail.com
Veröffentlicht: 14. April 2016

Als die Occupy International Assembly im Mai 2012 ihr GlobalMay-Manifest in The Guardian veröffentlichte, waren die Reaktionen innerhalb der Bewegung teilweise stark. Das Manifest wollte auflisten, wofür Occupy stand, mit kostenloser Gesundheitsversorgung und Bildung, reduzierten Arbeitszeiten und Steuern auf Finanztransaktionen unter den Anforderungen. Darüber hinaus mussten die Menschenrechte aktualisiert und neue, radikal demokratische Versionen globaler Organisationen wie der UNO geschaffen werden. Kritiker des GlobalMay-Manifests waren der Ansicht, dass das Design dieses Dokuments eine Insolvenzerklärung war. Das Sammeln von Occupy unter einer Agenda würde die Bewegung untergraben, dachte man. Die Stärke von Occupy war genau, dass es nicht posierte ...

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