Montage

Kaufvorgang in Harlem


Norwegische Dokumentarfilmpremiere während des diesjährigen Berliner Festivals: Sanserrik-Verbreitung in Lene Bergs verspieltem, verwundertem und verstörendem False Belief.

Countries ist Filmautor, Regisseur und Autor für MODERN TIMES.
Email: ellen@landefilm.com
Veröffentlicht am: 2019
Falscher Glaube
Regisør: Lene Berg
(Norwegen)

Eine verspielte, erstaunliche und sehr verstörende norwegische Dokumentation, Falscher Glaube, stieg in das renommierte Berlin und das neue innovative Programm des Filmfestivals ein Forum erweitert im Februar dieses Jahres. Dass der Film nun Premiere hat, war jedoch nicht offensichtlich. Dank der sehr erfahrenen Teamplayer, die hinter diesem Film stecken, wurde ein hektischer Lauf mit dem Abschluss der Postproduktion möglich, bei dem alle Einfallsreichtümer genutzt wurden, um genügend Mittel für die endgültige Finanzierung zu sammeln. Story Editor und Produzent Ingebjørg Torgersen, Editor Zayne Amstrong, Sound Designer Svenn Jacobsen und Regisseur Mikael Damstuen Brkic. Inwieweit der über FABB001 produzierte Film nicht finalisiert wurde, lässt auf die aktuellen Prioritäten der Unterstützungssysteme und Vertriebsplattformen schließen. Das Kunststück ist großartig, wird aber von der entsetzlichen Verfolgung überschattet, die der Film offenbart. Der Film sucht verzweifelt nach Antworten, ist aber in der Lage, einen Blick auf die surreal gefährliche Situation zu werfen, von der er erzählt.

Unik

Diese Art von Film wird in allen vorgenannten Zusammenhängen selten gepflegt. Auch thematisch ist es von einzigartiger brennender Bedeutung. Der Filmemacher und renommierte Multi-Künstler Lene Bergs Partner, der afroamerikanische Verleger Mr. D, wird beschuldigt und anschließend verhaftet, aber wofür? Bereits mit seinem suggestiven Sound in den Eröffnungsszenen weist der Dokumentarfilm auf den Zusammenhang mit Harlems Gentrifizierungsprozess hin. Ein absurder Albtraum wird durch vielfältige und unterschiedliche künstlerische Ansätze so sinnlich vermittelt, dass wir das Gefühl haben, die Panikerfahrung des Protagonisten mit dem sich zusammenschleichenden Web zu teilen. In welche Falle er geraten ist und warum, gehört zu den zentralen und tiefgreifenden Themen des Films.

False Belief ist eine verspielte, verwunderte und sehr verstörende norwegische Dokumentation.

Dieser filmische Versuch der Auflösung und Interpretation fasziniert. Die Ähnlichkeiten von Herrn D. mit Kafkas Charakter Jozef F i Prozess beschränkt sich nicht auf den Namensbezug.

Zynisches Spiel

Die Erfahrung von Unwirklichkeit und Entfremdung angesichts eines Systems, das seine eigenen Regeln ohne mögliche Sichtbarkeit hat, ist entmutigend. Falscher Glaube ist eine verstörende Darstellung einer Situation, die andauert. Durch den E-Mail-Kontakt mit dem Filmemacher erfahre ich, dass die Berufung von Herrn D. äußerst schwierig ist, gerade weil selbst das Urteil in dem Fall auf solchen unklaren Anschuldigungen und Beweisen beruht, dass weder das Paar selbst noch sein Verteidiger uneingeschränkten Zugang erhalten haben. ...


Lieber Leser. Sie haben jetzt die 3 kostenlosen Artikel des Monats gelesen. Also auch nicht einloggen Wenn Sie ein Abonnement haben oder uns durch ein Abonnement unterstützen Zeichnung für freien Zugang?

Abonnement NOK 195 Quartal