GEDICHT:Die Gedichte der Nobelpreisträgerin Louise Glück sind surreal, wo die Fantasie überwiegen kann. Unter der Oberfläche - wie ein zugefrorener See - herrscht eine Welt der Enttäuschung, Traurigkeit, aber nicht der Resignation.

Louise Glück hat eine Stimme, die mit keiner anderen vergleichbar ist. es kommt aus dem Untergrund. Wenn dies ein Baum wäre, wäre es eine Kiefer am Meer, eine weiße Kiefer (Pinus strobus), die Glück oft in seinen Gedichten erwähnt - alt, groß, mit großen Zapfen, unbestimmter Form auf der Krone, die auf den Sümpfen Nordamerikas wächst.

Ihre Gedichte haben überraschende Formen und sind ziemlich lang. Wir landen selten dort, wo wir angefangen haben. Meistens sind sie in freien Versen geschrieben, aber einige sind strukturiert und andere in Prosa geschrieben. Bevor sie nach Vermont zog, hatte sie ein Buch veröffentlicht - Firstborn (1968) - schon so dunkel und wütend im Ton, gleichzeitig kontrolliert geschrieben. Dort im Norden gelang ihr jedoch der Durchbruch. Ihre Vorstellung von einem Leben als Dichterin war, zu Hause zu sitzen oder als Sekretärin zu arbeiten. In Vermont begann sie zu unterrichten und entdeckte, dass dies ihr tatsächlich half. Sie lud die reale Welt in ihre Gedichte ein.
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