Freudige Reise in die Welt der Kunst


KÜNSTLERLEBEN: Chris Kraus porträtiert in Social Practices das Leben verschiedener Künstler in einer subtilen Collage autobiografischer Texte. Das Buch handelt ebenso von sich selbst wie die dargestellten Künstler.

Ciftci ist Journalist und Schauspieler.
Email: info@ciftcipinar.com
Veröffentlicht am: 2019
Soziale Praktiken
Autor: Chris Kraus
Verlag: Semiotext (e), USA

Der amerikanische Schriftsteller und Filmemacher Chris Kraus (* 26) untersucht mit seinen 1955 Essays das Leben verschiedener Künstler, die in verschiedenen Kunststilen wie Performance, Fotografie und visueller Kunst arbeiten. Die Aufsätze dienen als kurze, kritische Biografien, die ihre persönlichen Erfahrungen mit der Kunst und der Künstlerin beschreiben. Darüber hinaus enthält das Buch Transkripte ihrer Gespräche mit den vertretenen Künstlern sowie einen siebenjährigen E-Mail-Austausch mit einer rumänischen Frau, die Kraus in ihrem nächsten Buch darüber schreiben lassen möchte. Sie ist mit Kraus 'autobiografischem Schreibstil bestens vertraut und wird durch sie bekannt sein, was sie auch mit dieser Veröffentlichung realisieren wird.

Mit Soziale Praktiken Kraus weist darauf hin, dass Kunst so viel sein kann - in den meisten Fällen ein allgegenwärtiges und soziales Lebensprojekt, daher der Titel.

Autobiografisches Lebensprojekt

Das Buch ist das Ergebnis von Kraus 'eigener "sozialer Praxis", die Ende der 1970er Jahre im New Yorker Strip-Club-Umfeld begann. In dem Aufsatz "Trick" im ersten Kapitel "Persönliche Geschichten" beschreibt sie, wie sie als Stripperin Männer dazu verführt, Champagner zu kaufen, so wie es in der Kunstwelt um Betrug und Profitverhandlungen zum eigenen Vorteil geht. «Wer kann es sich leisten, das lange Spiel zu spielen, und wer spielt das kurze? […] Hektik, nicht abwertend, sondern als notwendige taktische Logistik. “

Kraus deckt die brutale und schöne Realität der Künstler auf.

In dem Aufsatz "This is Chance" spricht sie dann über eines ihrer eigenen Kunstprojekte: "The Chance Event: Drei Tage in der Wüste". Dieses von ihr kuratierte Kunstereignis brachte prominente Philosophen wie Jean Baudrillard und Künstler und Dichter wie Allucquére Rosanne Stone und Diane di Prima sowie 600 Teilnehmer zusammen, um das Geheimnis des "Zufalls" (Zufall, Zufall oder Glück auf Norwegisch) im Whisky Pete's Casino zu diskutieren Kraus fasste die Veranstaltung im November 1996 mitten in der Wüste Nevadas als eine Art dreitägige Marathon-Party zusammen: „Jeder hat seinen eigenen Sinn dafür gefunden, was dort passiert ist, und mindestens ein Kind war…


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