Europolitischer Striptease


Europa muss alleine kämpfen, um die von uns als selbstverständlich vorausgesetzte rechtsbasierte Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

Schriftsteller für MODERN TIMES zu Europa-Themen.
Email: Pfrisvold@gmail.com
Veröffentlicht am: 2017
Das Ende Europas. Diktatoren, Demagogen und das kommende dunkle Zeitalter

Die Krisen in Europa haben im Laufe der Geschichte viele Formen angenommen. Die EU-Zusammenarbeit, die in der Nachkriegszeit entwickelt wurde und von Vertretern gegen das Establishment wie dem Friedenswissenschaftler Johan Galtung begrüßt und 2012 mit dem Friedensnobelpreis gekrönt wurde, bleibt für alle, die von der Politik der Union betroffen sind, eine Pattsituation. In den letzten zehn Jahren waren die Krisen im Einklang und haben die Grundlage für einen Widerstand der EU geschaffen, der am meisten an Ekel erinnert.

Während die Nationen Europas früher mit Bomben und Granaten gegeneinander Krieg führten, gibt es heute Krieg ohne Waffen und über Grenzen hinweg. Bei den Konflikten geht es nicht mehr um Gebiete, Religion oder Ideologie, sondern um den Euro, das Schengener Abkommen, Landwirtschaft, Fischerei und Datenspeicherung. Sie nennen es.

Alle norwegischen Ökonomen, angeführt von Aftenpostens kürzlich in den Ruhestand getretenem Wirtschaftsredakteur Ola Storeng, haben lange den bevorstehenden Tod und die baldige Bestattung der europäischen Einheitswährung angekündigt. Mit der britischen EU-Ankündigung, einer außergewöhnlich großen Migrationspresse und einer Reihe spektakulär grausamer Terrorakte in den letzten Jahren stellen sich Kommentatoren auf, um den nächsten großen Zusammenbruch des Kontinents zu beschreiben. Der Autor von Das Ende Europas. Diktatoren, Demagogen und das kommende dunkle Zeitalter Mit seiner Buchtitelauswahl scheint James Kirchick zu den Prophezeiungen des Jüngsten Gerichts beizutragen. Leser mit solchen Erwartungen werden jedoch enttäuscht sein.

Die Autoren 007. Der Journalist und Aktivist Kirchick ist nirgends zu finden. Er erhielt seine Ausbildung an der renommierten Yale University of America und hat mit seinen regelmäßigen Berichten in Medien wie der Washington Post, der New York Times und der Huffington Post nach und nach ein beeindruckendes journalistisches Portfolio aufgebaut. Der Weg zu diesen angesehenen Pressestellen führte über die liberale Zeitschrift New Republic und Radio Free Europe - zur gleichen Zeit, als Kirchick in den USA und in Russland für die Rechte von Homosexuellen im Inland kämpfte.

Davon abgesehen: Das Ende Europas Es ist eine Freude, für alle, die sich für Geschichte und internationale Politik interessieren, zu lesen. Kirchick schreibt leicht und eingängig, mit Schnelligkeit und Präzision. Seine Meinungen sind zu überraschenden Zeiten und aus überraschenden Blickwinkeln miteinander verflochten. Das erste Kapitel über Russland erinnert fast an einen James-Bond-Film - wenn auch ohne künstliche Effekte, aber mit gründlichen wissenschaftlichen Hinweisen auf jeden Trick und jedes Crunch, den der Autor macht. Kirchicks Bericht über Wladimir Putins Rehabilitation von Josef Stalin ist faszinierend detailliert und…

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