Von vorne anfangen


PHILOSOPHIE: Hannah Arendts uralte Arbeit beschäftigt sich mit Denken, Freiheit, Wille und Zukunft. Gibt es etwas zum Nachdenken an unseren technologisch automatisierten Communities?

Philosoph. Permanenter Literaturkritiker in MODERN TIMES. Übersetzer.
Email: andersdunker.contact@gmail.com
Veröffentlicht am: 2019
Das Leben des Geistes

Die unvollständige neueste Arbeit der Philosophin Hannah Arendt wurde auf Dänisch veröffentlicht. Die Veranstaltung lädt ein zu fragen: Was ist die Aktualität des Buches und hat es eine Botschaft, die uns heute besonders beeindruckt?

Wir könnten ihr antworten, dass ihre gelernte und engagierte Lektüre der Geschichte der Philosophie auf der Suche nach dem Denken und der Natur des Willens in jedem Fall für sich gesehen gut lesbar und zeitlos ist. Andererseits wächst ihr Denken aus einem bestimmten Kontext heraus - und das Buch ist mit der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs etwas näher dran als heute. Gleichzeitig hat sie einen Blick auf eine Zukunft, in die wir jetzt eingetreten sind.

Wir dürfen das Denken nicht mit psychologischer Anerkennung verwechseln.

Der Hintergrund für das Studium des Denkens ist zweifach. Erstens setzt Arendt ein Verständnis für das Denken ein, das sich auf Martin Heideggers Arbeit bezieht Heisst gedacht? ("Was bedeutet es zu denken?"). Reales Denken besteht nicht in trivialen mentalen Operationen, sondern in dem, was in der Begegnung mit dem Denkanstoß entsteht.

Zweitens basiert Arendt auf seinem Buch über den Nationalsozialisten Eichmann, der die Logistik der Konzentrationslager organisiert hat. Während der Beobachtung Eichmanns während des Prozesses gegen ihn entwickelte Arendt das bekannte Konzept der "Banalität des Bösen". Bei der Eröffnung von Geist liv Sie weist darauf hin, dass er einfach ein Mann war, der sich nicht von den Gedanken anregen ließ, der, ohne anzuhalten und mit kritischer Distanz zu betrachten oder zu gehorchen, seine Arbeit tat und in das System eintrat, ohne einen freien Willen oder eine Moral zu demonstrieren Verantwortung. Eine wichtige Frage, die sich stellt, ist, ob wir diese Lektion heute noch einmal lernen müssen - im Zeitalter der Automatisierung, Überwachung und digitalen Ablenkung.

Aufhören

Arendts Spurensuche nach der Natur des Denkens ist vor allem ein geduldiges und aufmerksames Nachlesen der alten Philosophie. Für Arendt ist es wichtig, dass das Denken ein Rückzug aus der Welt ist, der uns zum Zuschauer macht.

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