MODERN TIMES bringt hier den Nachruf auf Gunnar Garbo, den sein Freund Halle Jørn Hanssen seit 55 Jahren verfasst hat.

Gunnar Garbo ist tot. Er war Bergens, Norweger, Europäer und Weltbürger. Gunnar wurde am 19. April 1924 in Bergen geboren und starb am 29. Juni dieses Jahres in Nesodden. Seine Eltern, Sara und Ingvald Garbo, kamen aus kleinen Gruppen, und die Familie erlebte, wie hart die 1920er und 30er Jahre für normale Menschen waren. Sein Vater Ingvald war in einem schlechten Zustand in der Lage gewesen, seinen Abschluss als Associate zu machen. Sein Beruf war Geschichte und europäische Sprachen. Gleichzeitig schrieb er für Bergens Arbeiderblad und Dagbladet und war von 1934 bis zum Frühjahr 1940 einer der ersten in Norwegen, der nachdrücklich vor Hitler und dem Aufstieg des Nationalsozialismus und des Faschismus in Europa warnte. Gleichzeitig war er ein kompromissloser Verfechter von Demokratie, Toleranz und Menschenwürde. Solche Themen waren natürlich auch das Gesprächsthema in der Familie. Gunnar Garbo erhielt so frühzeitig Einblicke, wie Politik eine Gesellschaft in eine gute oder schlechte Richtung gestalten kann.
Als die Deutschen in Norwegen einmarschierten, begannen sie auch in Bergen mit der Befragung von Personen, die ihre Autorität untergraben könnten. Die Deutschen wussten zunächst nichts über Ingvald Garbos Geschäft und er wurde am 8. Oktober 1941 zufällig verhaftet. In den folgenden Tagen entdeckten die Deutschen, wofür er stand, und er unterzog sich harten Verhören, in denen er sich als Fels widersetzte. Er wurde dann wegen deutschen Rechts vor Gericht gestellt, zum Tode verurteilt und am 22. November 1941 hingerichtet. Drei Tage vor der Hinrichtung schrieb sein Vater seinem Sohn Gunnar einen kurzen, sehr persönlichen und herzlichen Brief, der mit folgenden Worten endet:

„Jetzt verlasse ich dich. Sei mir dafür nicht böse.
Ich wünsche dir ein reiches und glückliches Leben, mein Junge.
Ich vertraue dir jetzt mehr denn je.
Vater "

Ich bin überzeugt, dass sein Vater, hätte er die Gelegenheit gehabt, Gunnars Leben zu sehen, sehr stolz auf seinen Sohn gewesen wäre.
Gunnar war 17, als sein Vater hingerichtet wurde. Die Familie war ein paar Tage wie das Lamm, aber dann nahm Gunnar das Erbe auf. Er wollte mit dem Wort "Waffen" kämpfen. Gunnar wurde zum Gegner und trat in die Heimatfront in Bergen ein, wo die Herstellung illegaler Zeitungen zu seinem besonderen Verantwortungsbereich wurde. Zwei Jahre später waren Angler unterwegs, und er wurde aufgefordert, nach Schweden zu fliehen. Dort wollte er zunächst dem norwegischen Geheimdienst beitreten, entschloss sich jedoch, sich den Polizeikräften anzuschließen.
Am 7. Mai 1945 saß er mit Tausenden anderer Polizisten auf Lastwagen, die nach Norwegen fuhren, um sich gegebenenfalls auf den Kampf vorzubereiten, aber sie fanden eine Nation in…


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