Die Menschheit in den Augen sehen


Mit seiner gigantischen Dynamik bringt uns der Dokumentarfilm und das Multimedia-Projekt Human ein Stück näher.

Email: redaksjon@nytid.no
Veröffentlicht am: 2016

Mensch
Regisseur und Fotograf: Yann Arthus-Bertrand

2009 gewann Thomas A. Østbye beim Grimstad-Kurzfilmfestival für seinen 25-minütigen Dokumentarfilm den Gold Chair, den Hauptpreis Mensch. In einem von Jørgen Leth inspirierten Dokumentarfilm mit einer eigenen humanistischen Botschaft ließ er eine Auswahl sehr unterschiedlicher Menschen vor einem neutralen, schwarzen Hintergrund über ihr Leben sprechen. Und das veranlasste den Zuschauer, darüber nachzudenken, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Großmaßstab. Østbyes Film hat einige Ähnlichkeiten mit Yann Arthus-Bertrands Kinostrom Mensch als nur der Titel. In seiner mehr als dreistündigen Dokumentation lässt der französische Fotojournalist und Filmemacher Menschen aus aller Welt ihre Geschichten vor einem neutralen, schwarzen Hintergrund direkt in die Linse der Kamera erzählen - allerdings in genaueren und gleichmäßigeren Nahaufnahmen als im norwegischen Film. Das Ergebnis ist auch hier ein Dokumentarfilm, der die Empathie und die Menschlichkeit des Zuschauers anspricht sowie die Menschlichkeit im Allgemeinen und die Bedeutung der Menschlichkeit im Besonderen berücksichtigt.
In Arthus-Bertrands Film, einem Projekt ganz anderen Ausmaßes, ist der Spielraum jedoch erheblich größer. Anscheinend hätten die gesamten 2020-Menschen für diesen Film interviewt werden sollen, wobei alle die gleiche Frage stellten, und zwar während einer Aufnahmezeit, die mehr als zwei Jahre und 60 verschiedene Länder umfasste. Trotz der Tatsache, dass der Film mit seiner langen Spielzeit eine Menge Leute enthält, muss dies bedeuten, dass in der endgültigen Filmversion eine riesige Menge an Material weggelassen wurde.

Multimedia-Projekt. Mensch Es handelt sich jedoch auch um ein Multimedia-Projekt, bei dem sowohl kürzere als auch längere Versionen digital verbreitet werden. Tatsächlich ist es kostenlos auf YouTube in einer erweiterten Version erhältlich, die in drei Abschnitte von jeweils etwa eineinhalb Stunden unterteilt ist.
Das außergewöhnlich ehrgeizige Projekt wird von den idealistischen Organisationen Bettencourt Schueller Foundation, die auch die Mittel zur Verfügung stellten, und der GoodPlanet Foundation produziert. Mensch angeboten in verschiedenen Formen des nichtkommerziellen Vertriebs, zusätzlich zu regelmäßigen Kinostarts. Dementsprechend wurde der Film im September parallel zu seiner internationalen Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York vorgestellt. Die Filmversion hat letzten Monat den Hauptpreis beim Eurodok-Dokumentarfilmfestival im Cinemateket in Oslo gewonnen und wurde zuvor beim Bergen International Film Festival hier zu Hause gezeigt, bevor sie nun eingerichtet wird.


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