Die Manipulation der Realität durch die Finanzelite


DER PARADOX DES GELDES: Arne de Boever untersucht, wie die instabile Realität der Finanzen Menschen psychotisch macht - und bringt den literarischen Realismus an seine Grenzen.

Philosoph. Permanenter Literaturkritiker in MODERN TIMES. Übersetzer.
Email: andersdunker.contact@gmail.com
Veröffentlicht am: 2019
Finance Fictions: Realismus und Psychose in Zeiten der Wirtschaftskrise

Geld ist das wahrste und wichtigste Element unseres Lebens, aber gleichzeitig ist Geld abstrakt und unwirklich. Für klassische marxistische Literaturwissenschaftler wie den Ungar Georg Lukács lag der Wert des Romans in seiner Fähigkeit, die Gesellschaft realistisch widerzuspiegeln und damit eine kritische Klarheit in einer komplizierten Realität zu schaffen. Arne de Boever wählt auch eine derart vereinfachte Definition des Realismus als Ausgangspunkt, da er weiß, dass die Dinge in Zukunft kompliziert werden, wenn er den Finanzroman als Subgenre betrachtet. Das Streben der Romanfiguren nach Geld zeigt auch die Jagd nach einer Realität, die sich ständig entzieht.