Migrant: Die Familie Fazili sind Migranten. Sie zeichnen Mobiltelefone von ihrer gefährlichen Reise von Afghanistan über die Migrationsroute auf dem Balkan und in eine ungewisse Zukunft in Europa auf.

Gray ist ein regelmäßiger Filmkritiker in MODERN TIMES.
Email: carmengray@gmail.com
Veröffentlicht am: 2019
Mitternachtsreisender
Regisør: Hassan Fazili
(USA, Großbritannien, Katar, Kanada)

Filmemacher Hassan Fazili floh 2015 mit seiner Frau und zwei Töchtern nach Tadschikistan, nachdem ihn die Taliban zum Tode verurteilt hatten. Er hatte ein Cafe betrieben Afghanistan Hauptstadt, Kabul, der ein kreativer Treffpunkt für Künstler war. Fazilis fortschrittliche Ansicht, dass Männer und Frauen im selben Café sitzen könnten, wurde von den Mullahs als Bedrohung angesehen, ganz zu schweigen von dem Film, den er über einen Taliban-Führer gemacht hatte.

Gefährlicher Weg für Migranten

Die Ablehnung von Asyl führte zu einer riskanten Rückkehr nach Afghanistan. Nach den Hinweisen eines engen Freundes, dass Hassan bald verhaftet werden würde, beschloss die Familie, sich auf eine 560 Kilometer lange Reise zu begeben und nach Sicherheit in Europa zu suchen. Unterwegs auf der gefährlichen Migrationsroute über den westlichen Balkan nach Ungarn machten sie mit drei Handys Aufnahmen. Das Filmmaterial wurde zusammen in einen Dokumentarfilm in voller Länge bearbeitet, Mitternachtsreisender Er gewann unter anderem den Sonderpreis der Jury für die beste Fotografie bei der Weltpremiere des Sundance Festivals.

Der Film ist ein äußerst persönlicher und emotional bewegender Bericht über das Überleben einer Familie. Es ist auch ein Zeugnis für die Hartnäckigkeit und Ausdauer der vielen anderen Flüchtlinge, die gezwungen sind, denselben Weg zu gehen.

Ein persönliches Porträt

Viele Dokumentarfilme wurden über gemacht FlüchtlingskriseDies ist natürlich eine der größten humanitären Herausforderungen unserer Zeit. aber Mitternachtsreisender Hervorzuheben ist nicht nur die Nähe und Herzlichkeit (es ist zweifelhaft, ob ein Regisseur von außen in der Lage ist, uns dieser engen Familiendynamik so nahe zu bringen), sondern auch seine rohe und ehrliche Darstellung, wie mächtig und desillusioniert ein Mensch sein kann auf den etablierten flüchtlingsrouten bleiben: es gibt keine europäischen retter, keine utopischen zielorte am ende der reise, und wir erleben ein globales systemversagen bei einigen der verwundbarsten der welt. Aber es ist nicht der Stil der Familie Fazili - ansprechend, trocken und humorvoll -, politische Aussagen zu machen; Den Schluss müssen wir selbst ziehen.

Abonnement NOK 195 Quartal

"Wir sind an einen Ort gekommen, der so schlecht ist wie unser eigenes Land." Direktor und Flüchtling Hassan Fazili

Zynisch…


Lieber Leser. Sie haben jetzt die 3 kostenlosen Artikel des Monats gelesen. Also auch nicht einloggen Wenn Sie ein Abonnement haben oder uns durch ein Abonnement unterstützen Zeichnung für freien Zugang?