Migrationen, Sprachfamilien und Handelswege: Tore Linné Eriksens Afrika-Buch ist mit seinen vielen thematischen Kurzgeschichten ein Türöffner. Gelingt es ihm aber, das zu halten, was er verspricht?

Leiter des Programms Networker Nord / Süd und Dag Hammarskjöld (Mitglied der Redaktion von MODERN TIMES).
Email: jones@networkers.org
Veröffentlicht am: 2020
Afrika - von den ersten Menschen bis heute
Autor: Tore Linné Eriksen
Verlag: Cappelen Dam, Norwegen

Als der öffentliche Informant, afrikanische Experte und emeritierte Professor Tore Linné Eriksen sein enzyklopädisches Füllhorn mobilisiert und Afrika auf 390 Seiten gekocht hat, tauchen meine Erwartungen auf.

Ich habe Weihnachten mit Eriksens großartigem Projekt gefeiert Afrika - von den ersten Menschen bis heute. Und ausgerechnet ich habe mich mit der Reise von BBC und Professor Sam Willis entlang der Seidenstraße, der Handelsroute von Bagdad nach China, aufgewärmt. Willis verfolgt unsere europäische Geschichte in den Bibliotheken in Usbekistan, in Samarkand und Buchara, in muslimischen Akademien. Ich wusste nicht, dass Aristoteles nicht direkt aus Griechenland zu uns kam, sondern von den Buchhändlern in Samarkand, die den "vergessenen" Weisen bewahrt, übersetzt und interpretiert hatten. Und ich habe erfahren, dass "Algorithmus" vom Mathematiker al Khwarizmi in Usbekistan stammt, einer der "Städte", die in westlichen Köpfen auf ...


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