Dann hatten die Leute genug


BERUF: Naila und der Aufstand ist eine enge und persönliche Geschichte des Kampfes der Frauen und der großen Politik während der ersten Intifada.

Email: vibeke.har@gmail.com
Veröffentlicht am: 2019
Naila und der Aufstand
Regisør: Julia Bacha
(England)

  1. Mai 1948 Israel bricht mit den von den Vereinten Nationen kontrollierten israelisch-palästinensischen Teilungsverhandlungen. Sie erklären sich zu einem unabhängigen Staat, annektiert Land, spült über 400 palästinensische Dörfer mit Erde und zieht mehr als 750 Palästinenser auf. 1967 annektieren sie Ostjerusalem und besetzen das Westjordanland, den Gazastreifen, die Golanhöhen und die Sinai-Halbinsel. Dann Naila Ayesh - die Hauptfigur in Naila und der Aufstand - Sechs Jahre alt und bei der Familie in Ramallah. Die Geschichte des Films beginnt mit der Besetzung der West Bank: Eines Tages kommt Naila von der Schule nach Hause und findet ihren Vater vor ihrem ausgebombten Haus versunken vor.

Die erste Intifada der Palästinenser (1987–1993) ist dann die Kulisse, in der die brasilianische Filmemacherin Julia Bacha - unter effektiver Verwendung von Animationen, Archivfotos, Nachrichtenclips und Interviews - eine enge und persönliche Erzählung über den Kampf der Frauen und die große Politik näht.

Liebe und Gefängnis

Die heutige Ramallah: Wir sehen, wie Naila und ihr Sohn Majd ein altes Fotoalbum durchsuchen. "Schau, da bist du!" Sie schaut liebevoll auf ihren Sohn und auf das Bild eines Einjährigen mit offenem Gesicht und vollbusigen Locken. Als Majd 1989 geboren wurde, verbrachte er sechs Monate mit seiner Mutter im israelischen Gefängnis, und erst zwei Jahre alt traf seinen Vater, der kurz vor seiner Geburt von Israel deportiert worden war.

Das Osloer Abkommen war ein Verrat des palästinensischen Volkes und insbesondere der Frauen.

Ende der 70er Jahre: Palästinenser werden aller Rechte beraubt und unterliegen den israelischen Militärgesetzen. Die Besatzung macht die Bevölkerung dünn, was Nailas Rebellion nährt: "Ich erkannte, dass sich nichts ändern würde, wenn wir noch unterwürfig wären." Sie bewaffnete sich mit Wissen und erhielt ein Bildungsstipendium. In einer wunderschönen Animationsszene sehen wir, wie sie sich in ein Papierflugzeug verwandelt, das aus dem Fenster des Mädchenzimmers über dem harten Geo- schwebt
politische Realität und landet sanft in der Studentengemeinschaft in Bulgarien, wo sie Jamal Ayesh aus Gaza trifft. "Ich war von Nailas Kampfgeist angezogen", sagt er. Jamal und Nailas Liebe vereinen sich im Drang nach Freiheitskampf. „Meine Eltern standen Jamal skeptisch gegenüber, sie wollten, dass ich ein‚ normales 'Leben habe, und er war im israelischen Gefängnis. "Deshalb will ich ihn!" Ich antwortete. "


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