Auf dem Weg in das heutige Europa


Fabian Göranson malt ein melancholisches und liebevolles Porträt eines Kontinents, der noch in der Vergangenheit lebt, aber verzweifelt nach einer tragfähigen Zukunft sucht.

Valdés ist Schriftsteller, Anthropologe und Aktivist.
Email: agora158@gmail.com
Veröffentlicht am: 2018

Als ich Fabian Göransons Buch in serieller Form las Der Traum von Europa, bei Galago Publishers veröffentlicht, ist mir ein Gefühl von Déjà Vu aufgefallen. Das gleiche Gefühl hatte ich als Teenager, als ich Jack Kerouacs Buch las Auf der Straße, Beat Generation's großer Roman, eine Fahrt durch die weiten Vereinigten Staaten.

Kerouac reiste zwischen 1947 und 1950, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Reise war ein Versuch, die Vereinigten Staaten zu verstehen und worum es im Traum von Amerika ging.

Fabian Göranson und sein Reisebegleiter Daniel Berg reisten im Juni 2018 für einen Monat in Europa auf der Suche nach einer europäischen Identität. Es ist aber auch eine innere Reise - ein ständiger Pendelverkehr zwischen dem Lokalen und dem Globalen, dem Persönlichen und dem Großen.

Diktatur, Korruption und industrielle Wüsten

"Ich wurde 1978 geboren, als ganz Osteuropa von steinigen kommunistischen Diktaturen regiert wurde." Fabian stellt sich in den Mittelpunkt der Geschichte, es ist seine Stimme, die erzählt, es ist seine surreale Weltanschauung, die angeboten wird. Er ist nicht wertend, sondern sachlich, das heutige Europa wiederholt er auch als Mantra: "Ukraine: Bürgerkrieg, Belarus: strenge Diktatur, Türkei: Bürgerkrieg und Diktatur, Russland: Diktatur."

«Brüssel ist wie ein Rom ohne Uines, wie eine Kreuzber-Subkultur als postapokalyptische Subkultur
Paris. "

Die Reise war sowohl eine Initiationsreise als auch ein Bildungsroman - sie trafen Menschen, die ihnen Schlüssel zu Städten und Ländern gaben - sie reisten durch weite Landschaften und industrielle Wüsten.

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Deutschland ist fragmentiert und belastend - Italien korrupt und freundlich, spärlich und entvölkert -, Migranten aus Mazedonien und Montenegro reisen im Baugewerbe umher. Das Gefühl von Zuhause ist weg.

In Ungarn wird ein Budapest mit Wänden auf Soros 'Gesicht vorgestellt. Was will dieser philanthropische Kapitalist, der für seine Unterstützung der in Europa ankommenden Flüchtlinge bekannt ist?

In Warschau - als Kulisse für Gebäude, die absolut identisch mit den im Krieg zerstörten aussehen - suchen junge Polen nach Antworten und Hoffnung für die Zukunft.

Brüssel, wo Fabian als junger Teenager zwei Jahre lang gelebt hat, wird wie folgt beschrieben: «Brüssel ist wie ein Rom ohne…


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