Mit dem Tandembike in die Zukunft


Atomwaffen: Trotz wiederholter Demonstrationen sind Atomwaffen immer noch bei uns und mindestens genauso gefährlich wie zuvor. Dieses Buch enthält alles, was Sie über die Geschichte der Atomwaffen wissen müssen.

Kroglund ist Kritiker und Schriftsteller.
Email: andrewkroglund@gmail.com
Veröffentlicht am: 2019
Disarming Doomsday: Der menschliche Einfluss von Atomwaffen seit Hiroshima
Autor: Becky Alexis-Martin
Verlag: Pluto Press, Vereinigtes Königreich

In den 1980er Jahren bin ich für den Frieden gefahren. Von Moskau über Finnland, Schweden und Norwegen, bevor Sie mit dem Flugzeug von New York nach Washington (DC) radeln. Russen, Amerikaner und Skandinavier nahmen daran teil Fahrrad für den Frieden. Wir haben gegen Atomwaffen protestiert. Der große Trick auf dem Weg war ein Amerikaner und ein Russe auf einem Tandemfahrrad. Wenn sie ins Ziel kamen, kamen sie zusammen. Sie brachen zusammen, sie brachen zusammen. Die Welt war zu dieser Zeit teilweise bereit für solch einfache Metaphern. Aber heute?

Die 1980er Jahre waren die Zeit der großen Friedensdemonstrationen. Aber Atomwaffen sind immer noch bei uns und genauso gefährlich wie zuvor. Ja, vielleicht noch gefährlicher? In dem Buch Disarming Doomsday, der menschliche Einfluss von Atomwaffen seit Hiroshima Wir bekommen mit uns die ganze Geschichte der Atomwaffen aus jedem erdenklichen Blickwinkel. Für alle, die sich über das Thema informieren möchten, ist dies eine kleine Bibel. Aber es ist nicht unbedingt leicht zu lesen und ist vielleicht den meisten Interessierten vorbehalten, wie etwa Friedenswissenschaftlern, Friedensaktivisten oder Studenten der Geographie oder der Politikwissenschaft.

Geographie, die etwas will

Becky Alexis-Martin hat auf 192 Seiten eine wichtige Arbeit geleistet. Sie ist Dozentin für politische und kulturelle Geographie an der Universität von Manchester. Alexis-Martin ist Experte für Langzeitwirkungen von Strahlung und was auf Englisch als "Nuklearkultur" bezeichnet wird. Sie ist weit verbreitet als Kommentatorin zu Atomfragen in den Zeitungen Der Wächter und der Unabhängige, und im BBC-Programm Das Gespräch (Übrigens ein exzellentes Gesprächsprogramm, empfehlenswert!).

Mit anderen Worten, es ist ein sachkundiger Schriftsteller, mit dem wir es zu tun haben. Das Buch, das sie geschrieben hat, steht in der Tradition der "radikalen Geographie", einer Richtung, die versucht, soziale und geographische Probleme zu verstehen und Lösungen vorzuschlagen. In der radikalen Geographie geht es oft um Alltag und Erlebnisse. Daher möchten Forscher auf diesem Gebiet Forschung verbreiten, die für das Alltagsleben der Menschen und die Gesellschaft als solche relevant ist. Radikale Geographen beteiligen sich daher häufig sogar an Kampagnen für soziale Gerechtigkeit.