Zukunft ohne Utopie?


Rees bemüht sich ebenso wie der Rest von uns, Wissenschaft von Science-Fiction zu trennen. Er erklärt sich selbst zum Technologieoptimisten und politischen Pessimisten, aber die Rolle der Technologie wird ohne eine glaubwürdige Vision einer besseren Welt schwer zu verstehen.

Philosoph. Permanenter Literaturkritiker in MODERN TIMES. Übersetzer.
Email: andersdunker.contact@gmail.com
Veröffentlicht am: 2019
Über die Zukunft - Perspektiven für die Menschheit

Der englische Astronom Martin Rees, Baron Rees von Ludlow, ehemaliger Präsident der Royal Society, hat eine beeindruckende wissenschaftliche Karriere hinter sich und sich auch als populärwissenschaftlicher Schriftsteller und Futurist profiliert. 2003 schrieb er ein Buch mit dem verstörenden Titel Unser letztes Jahrhundert. Sein letztes Buch ist in vielerlei Hinsicht eine Neufassung. Er greift erneut die Zukunft der Menschheit auf und bietet einzigartige Möglichkeiten, sich unmittelbar drohenden Gefahren zu stellen. Rees ermahnt uns, dass dies das Jahrhundert ist, in dem alles auf dem Spiel steht, in dem das menschliche kosmische Schicksal besiegelt wird.

Rees taucht mit einer Aura kosmischer Weisheit auf, als wäre er Teil des weisen Rates auf Supermans Heimatplanet Krypton und warnte vor unverständlichen Gefahren, oder als wäre er ein weiser Technokrat aus Isaac Asimovs Science-Fiction-Büchern, mit denen er plant titusenårsperspektiver. Trotz all seiner hervorragenden wissenschaftlichen und englischen Kenntnisse ist Rees ein Anziehungspunkt für das Spekulative und Wunderbare, und als Leser wundert es Sie nicht, dass der Cartoon zu hören ist Dan Dare - Pilot der Zukunft [in der norwegischen Ausgabe: Dan Djerv, ed. war seine Lieblingsliteratur in seiner Kindheit in den 50er Jahren. Damals sei es für die heutigen "Royal Astronomers" selbstverständlich gewesen, die Raumfahrt als "reinen Unsinn" und Unmöglichkeit abzulehnen. Als Erwachsener wurde er selbst zum "königlichen Astronomen" ernannt und verfolgte die technologische Beschleunigung der Mondlandung - Jahrzehnt für Jahrzehnt - aus einer privilegierten Perspektive inmitten internationaler Forschungsumgebungen, gemischt mit einer spekulativen Perspektive aus der Sicht des Sterns.

Eine auffallend bekannte Zukunft

Als Leser darf man auf einen ausgewogenen Blick auf die technowissenschaftliche Situation hoffen: nicht nur auf künstliche Intelligenz, automatisierte Systeme, Roboter, Luft- und Raumfahrt und Genrebearbeitung, sondern auch auf die allgemeineren Probleme wie den Treibhauseffekt und die globalen Ressourcenkrisen. Was ein solches Buch faszinierend machen würde, wäre ein Highlight von etwas über etwas anderem, eine Trivialisierung dessen, was die meisten Menschen für wichtig halten - oder ein Highlight von etwas, das die meisten Menschen für unwichtig halten. Dennoch sind die Zukunftsaussichten von Rees erstaunlich wenig überraschend. Mit wenigen Ausnahmen geht er bekanntes Material durch und kommt mit Warnungen, die wir zuvor gehört haben: Flucht zum Mars ist keine Lösung, die Gefahr des Terrors mit manipulierten Viren und Atomwaffen jätet ...


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