Wenn wir die Klimakrise lösen wollen, müssen wir beschleunigen


KLIMA: Langsames Handeln im Klimaschutz schadet laut Bernd Ulrich Klima, Menschen und Demokratie.

Eckhoff rezensiert regelmäßig MODERN TIMES.
Email: ranveig.eckhoff@posteo.net
Veröffentlicht am: 2020
Alles ist anders. Das Zeitalter der Ökologie
Autor: Bernd Ulrich Kiepenheuer, Witsch Verlag
Verlag:, Deutschland

Wir erleben jetzt einen umfassenden Paradigmenwechsel - politisch, persönlich, ökologisch, ökonomisch. Woraus bestehen diese Erwartungen?

Im 20. Jahrhundert mussten wir uns mit mehreren Dualismen auseinandersetzen - Diktatur gegen Demokratie, Staat gegen Individuum, Kapital gegen Arbeit. Das heutige Jahrhundert wird von dem Widerspruch zwischen Mensch und Natur geprägt sein, der bisher eine eher unbedeutende Rolle spielte.

Unser Gegenstück ist keines, über das wir diskutieren oder zu kämpfen versuchen können. Die Natur kämpft nicht, sie antwortet. Der Werkzeugkasten des 20. Jahrhunderts reicht nicht aus, um die aktuelle Klimakrise zu bekämpfen.

"Es ist nicht liberal, Umweltverschmutzungsprivilegien zu bestreiten. Es ist feudal. "

Dies ist ein zentraler Punkt in Bernd Ulrichs Buch Alles ist anders. Das Zeitalter der Ökologie (Alles ist anders. Das Zeitalter der Ökologie). Sein gewohnter Glaube - als politischer Redakteur in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit - geht er mit einer Politik vor Gericht, die seine Ziele verfehlt, und seine Kritik wird reibungslos auf die meisten westlichen Wohlstandsländer zutreffen. Und es geht um eine Warnung: Es hilft nicht, das neue Problem an alten Kriterien zu messen. Dies führt zu einer Ablenkung, da biophysikalische Phänomene nicht mit ideologischen Instrumenten behandelt werden können. Wie Ulrich sagt: "Wenn der Ökologe geschlagen wird, bleibt die Ökologie unberührt."

Der Ernst der Situation

In diesem Zusammenhang entsteht ein neuer und schärferer Generationskonflikt. Die jungen Menschen von heute sind stärker von der galoppierenden Zerstörung der Biosphäre betroffen, während sie weniger dafür verantwortlich sind. Und hier zögert Ulrich nicht, in seinem eigenen Missfallen persönlich zu werden. "Wie so viele in der Nachkriegs-Babyboom-Generation ging es mir um mehr Wohlstand, Volvo, teure Anzüge, Marken - UND die Tatsache, dass die Grünen florierten. Als Journalist sollte ich mir die Fakten genauer ansehen, nämlich den Verlust von Lebensraum und Arten und genau CO₂. “

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Er gehört seiner Meinung nach zur letzten Generation, die es geschafft hat, sich kulturell und politisch zu entziehen, indem sie den Ernst der Lage bewusst ignoriert hat.

Nicht zuletzt die letzten beiden heißen Sommer in Europa und die Protestaktionen der Jugendlichen haben die Vertreibungsblase durchbohrt - zumindest dort, wo die Klimakrise nicht als Glaubenssache gilt. Klimaforscher haben festgestellt: "Jedes Gramm Kohlendioxid, das in ein paar Jahren zu viel ist, spart umso mehr, kostet was immer es kostet."

Ulrich weist auf etwas hin, das man als demokratischen Kopfschmerz bezeichnen könnte: die Trägheit…


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