Ein vergessener ehemaliger Regisseur Andreas Hadjipateras

Von der Elite in Sierra Leone bis zum Alltag im amerikanischen Supermarkt


SIERRA LEONE: Solomon Juxon-Smith arbeitet in einem New Yorker Supermarkt und sieht aus wie jeder Amerikaner der Mittelklasse. Aber vor diesem Leben hatte er einen anderen. Er lebte in Sierra Leone und sein Vater regierte das Land.

Nita ist freie Journalistin und Kritikerin für MODERN TIMES.
Email: olivianita@outlook.com
Veröffentlicht am: 2019
Eine vergessene Vergangenheit
Regisør: Andreas Hadjipateras
(Griechenland)

In unserem täglichen Leben kommen wir jeden Tag an Hunderten, wenn nicht Tausenden von Menschen vorbei - Menschen, die wir nicht kennen, sind völlig Fremde. Unter dem Deckmantel der relativen Anonymität spielen wir im Leben des anderen eine formale Rolle. Wir erkennen den Postboten, die Frau, die Bahntickets verkauft, die wir oft gesehen haben, und jeden Tag sitzt ein Unbekannter neben uns im Bus. Aber was wissen wir wirklich über diese Leute? Wie viel von ihrer Vergangenheit, die wir nicht kennen, macht sie zu dem, was sie sind? Und wie viele eigenartige Geschichten vermissen wir jeden Tag, die an Menschen vorbeigehen, die niemals Teil unseres Lebens sein sollten?

Andreas Hadijpateras 'Film Eine vergessene VergangenheitAll diese Fragen wirft der Hauptdarsteller auf, ein sehr gewöhnlicher Amerikaner der Mittelklasse, der uns seine Geschichte erzählt. Der Familienvater arbeitet in einem New Yorker Supermarkt, hatte aber zuvor einen anderen: Er lebte in Sierra Leone, und sein Vater war derjenige, der das Land regierte.

Die Familie hat die Vergangenheit vergessen

Der Film kombiniert Archivmaterial und Interviews mit Familienmitgliedern und Personen, die den inzwischen verstorbenen Andrew Juxon-Smith kannten - einen Politiker und Oberstleutnant, der in den 1960er Jahren als Staatsoberhaupt in Sierra Leone diente. Was den Film zusammenfügt, ist die faszinierende Geschichte seines Sohnes Solomon Juxon-Smith, der die vergessene Vergangenheit seiner Familie mit dem Publikum teilt. Die Geschichte ist außergewöhnlich, nicht nur, weil sie so tief in der westafrikanischen Geschichte verwurzelt ist, sondern auch, weil es sich um eine Geschichte des Exils handelt, von reich zu arm, von einem Leben unter den Eliten in ihrer eigenen Heimat bis zu einem Neuanfang auf einem anderen Kontinent.

"Wenn Sie nicht wissen, wohin Sie gehen, sollten Sie wissen ...


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