Solidarität?


Wenn Staaten im Westen zunehmend von Populismus und Fremdenfeindlichkeit getrieben werden, ist es an der Zeit, den Staatsmächten nicht zu gehorchen. Denn Donald Trump ist nicht der einzige neue Führer gegen Fremdenfeindlichkeit, man kann nur auf die Führer Ungarns, Polens, des Vereinigten Königreichs und bald Frankreichs zählen. Diese haben große Teile der Menschen hinter […]

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Veröffentlicht am: 2016

Wenn Staaten im Westen zunehmend von Populismus und Fremdenfeindlichkeit getrieben werden, ist es an der Zeit, den Staatsmächten nicht zu gehorchen. Denn Donald Trump ist nicht der einzige neue Führer gegen Fremdenfeindlichkeit, man kann nur auf die Führer Ungarns, Polens, des Vereinigten Königreichs und bald Frankreichs zählen. Diese haben große Teile der Bevölkerung hinter sich - die Schwäche der Demokratie besteht darin, dass die Unangemessenheit der Mehrheit entscheidend sein kann. Wir sehen eine zunehmende Polarisierung und Konfrontation - die Spannungen nehmen im Einklang mit den Militärhaushalten zu. Unsere Zivilisation befindet sich in einer bösen Spirale. Der Vorteil, mit militärischer Macht zu gewinnen, ist auf lange Sicht schwer zu realisieren: Einen Revolver auf die Spitze der gegnerischen Partei zu richten, ist nie etwas anderes als eine vorübergehende Lösung.

Steht eine neue Welle der Gesellschaftskritik bevor?

Mit was anderem als zivilem Ungehorsam können wir das beantworten? Wir können diese Industrie der Angst und des Hasses einfach nicht loslassen. Jetzt sind Toleranz, Anstand und Solidarität auf internationaler Ebene gefragt. Da wir mehr Staatsapparat als korrupte Institutionen sehen, sollten diese begrenzt werden. Und warum wollen die Leute wirklich ihre eigene Unterdrückung, wenn sie solche "Chefs" wie Trump, Erdogan, Putin, Netanjahu, Assad und Le Pen haben müssen? Nein, es ist an der Zeit, dass die Zivilgesellschaft wieder mehr Macht delegiert, dass partizipative demokratische Institutionen und Interessengemeinschaften über nationale Grenzen hinweg dominanter werden.

Bei den US-Wahlen haben wir was verraten Staat & Hauptstadt Also mit Hillary Clintons engen Bündnissen mit den Eliten - also war wohl genau das nok für das amerikanische Volk. Die Alternative zu Trump ist jedoch deutlich schlechter. Die Kandidaten Bernie Sanders und Jill Stein machten zumindest Sinn, gehörten aber wohl zum denkenden, liebenden Nachbarn.

Interessanterweise wurden beim Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig im Oktober einige Filmemacher von der Festivaldirektorin Leena Pasanen angeführt Ungehorsam (Disobedience) - In einigen Debattentreffen wurden die Möglichkeiten hierfür in Polen bzw. in der Türkei erörtert. "Ein neues Kino der moralischen Unruhe" wird gesucht, und eine neue Welle der Gesellschaftskritik steht vor der Auslösung. Für diejenigen, die zu den kritischen "Minderheiten" der Gesellschaft gehören, werden andere Räume mit sowohl ökologischen als auch soliden Beispielen gesucht.
- wir wollen weg von vulgarität, rassismus, homophobie, dummem konservativismus


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