Koscher Beach Instructor Karin Kainer

Seite an Seite mit anderen leben


UN BEACH: Der nach Geschlechtern getrennte Strand in Tel Aviv existiert seit vielen Jahren und ist nach und nach ein Zufluchtsort für eine ultraorthodoxe Bevölkerung geworden.

Fafner kritisiert regelmäßig in MODERN TIMES. Lebt in Tel Aviv.
Email: fafner4@yahoo.dk
Veröffentlicht am: 2019
Koscherer Strand
Regisør: Karin Kainer
(Israel, USA)

Ein junger Mann singt eine Arie aus einer bekannten Oper. Es ist Puccini. Daneben tanzen zwei Männer zu den Tönen, nah und beide in mikroskopisch kleinen Badeanzügen. Als eine kleine Gruppe ultraorthodoxer Mädchen vorbeikommt, halten sie zögernd inne und lehnen dann ihren Blick ab, können sich aber dennoch nicht helfen, das Lächeln anzustarren, während sie sich laut ankichern.

Der Auftritt ist scheinbare Realität, aber hier ist eine Szene in der neuesten Dokumentation der israelischen Regisseurin Karin Kainer, Koscherer Strand, gezeigt auf der diesjährigen DocAviv. Es ist eine prägnante Darstellung eines Ortes in Tel Aviv, an dem auf die schönste Weise ein fast eigenständiges kulturelles Treffen stattfindet, nämlich der Nordau Beach am nördlichen Ende des langen Strands der Stadt. Der Strand ist mit einer hohen Planke abgeschlossen, um die Badegäste vor neugierigen Blicken zu schützen, und er ist ein beliebtes Ausflugsziel für die ultraorthodoxe Bevölkerung. Ein großer Teil der Strandgäste kommt aus der Nachbargemeinde Bnei Brak. "In Bnei Brak ist alles eng beieinander", sagt eine der Frauen, die den Film verfolgt. «Von meinem Küchenfenster aus kann ich direkt in acht andere Wohnungen schauen, und man hört jedes einzelne Kichern der Nachbarn. Wenn ich hier am Strand rauskomme, habe ich ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. Das Meer öffnet mein Herz. "

Und es funktioniert so, wie Sonntag, Dienstag und Donnerstag den Frauen vorbehalten sind, während die Männer Montag und Mittwoch Zeit haben, um ein abgeschiedenes Bad im Mittelmeer zu nehmen.

Koscher Beach Instructor Karin Kainer

UN-Strand

Der geschlechtsspezifische Strand in Tel Aviv gibt es schon seit vielen Jahren, aber niemand erinnert sich wirklich, wie viele. Nach und nach ist es ein Zufluchtsort für eine ultraorthodoxe Bevölkerung, die normalerweise von außen kommt. Ganz im Geiste des Pluralismus hat sich der Stadtrat von Tel Aviv die Aufgabe gestellt und betreibt den Strand als kommunales Angebot. Die Reinigung erfolgt und die vier Rettungsschwimmer, die zu den Öffnungszeiten des Strandes anwesend sind, werden von der Gemeinde bezahlt.

Es ist an sich ...


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