VIEL TOURISMUS: Diese Kartendokumentation zeigt das Leben eines "all inclusive" Kreuzfahrtschiffes und ist ein humorvoller und ergreifender Kommentar zum Massenkonsum unserer Zeit.

Huser ist regelmäßiger Filmkritiker in MODERN TIMES.
Email: alekshuser@gmail.com
Veröffentlicht am: 2020
all Inclusive

Corina Schwingruber Ilić (Schweiz)

all Inclusive ist in gewissem Sinne ein kleiner Kurzfilm: Eine zehnminütige kurze Beobachtungsstudie zum Massentourismus an Bord eines so genannten All-Inclusive-Kreuzfahrtschiffes ohne Dialog. Regisseur Corina Schwingruber Ilić und Fotograf Nikola Ilić Erfasst die Existenz des festen Bootes in mehr oder weniger statischen Registerkarten mit einem Klangbild, das aus der in den verschiedenen Situationen gespielten Musik oder dem Summen der Feiertagshorden besteht.

Die Erfahrung des schwimmenden Hotels ist der Punkt, nicht das Ziel der Reise.

Der Film zeigt die Touristen beim Sonnenbaden auf dem Deck, versorgt sich mit Buffets, Zuschauern spektakulärer Shows und tanzt kollektiven Ringtanz in der Disco. Natürlich gibt es auch Unterhaltungsmöglichkeiten für die Kinder, und geschlechtsspezifisch zeigt eine Sequenz alle Jungen, die als Kapitän verkleidet sind, während wir dann die Mädchen in Prinzessinnenkostümen sehen. In einer der wenigen Szenen, in denen nicht dicht gedrängte Personengruppen zu sehen sind, wird ein Paar vom Fotografen des Bootes in einer Szene porträtiert TitanischEine Kulisse, die vermutlich mehr von der romantischen Seite von James Camerons Film inspiriert ist als von der unendlichen Begegnung des historischen Schiffes mit dem Eisberg.

Beflocktes Urlaubsleben

all Inclusive ist ein humorvoll und eine etwas absurde Darstellung einer Form des Massentourismus, bei der die Erfahrung des schwimmenden Hotels der Punkt ist, nicht das Ziel der Reise. Gleichzeitig ist der Film ein treffender Kommentar zum Massenkonsum und zur Massenunterhaltung unserer Zeit, wobei das strömende Urlaubsleben ein komprimiertes Bild der übrigen Gesellschaft ist unsere. Jeder sollte am Luxus teilnehmen dürfen - obwohl er auf einer metaphorischeren Ebene sehr gut in Richtung Eisberg steuern kann.

Abonnement NOK 195 / Quartal

Der Film wurde auf verschiedenen Festivals gezeigt, darunter dem Dokumentarfilmfestival in Amsterdam (IDFA), dem Filmfestival in Venedig und dem Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand. Signed sah es auf dem Message to Man Festival in St. Petersburg.

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