Die Krise, wenn es darum geht


Die nächste Finanzkrise wird nicht wie die vorherige sein.

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Veröffentlicht am: 2019

Lassen Sie mich dies mit Charlie Chaplin implizieren - er sieht zwei Möglichkeiten, den Bananenschalen-Witz zu filmen: Die erste zeigt einen gut gekleideten Mann, der die Fifth Avenue in New York entlang geht. Die Kamera geht dann zur Nahaufnahme der Bananenschale selbst, befestigt den Fuß, der gleitet, und zoomt dann heraus, wobei der Mann auf seinem Rücken landet. Ha ha ha Aber die zweite Szene, erklärt Chaplin, beginnt als erste, aber dann sieht der Mann die Bananenschale und lächelt, als er die versteckte Filmkamera entdeckt und dann schnell zur Seite tritt - aber blind wie er ist, stößt er gegen den offenen Spermadeckel Loch.

Joseph Vogl

Hinter dem Bestseller steht der Berliner Joseph Vogl Der Geist der Hauptstadt - kürzlich in norwegischer Sprache veröffentlicht als Der Geist des Kapitals (Verlag H // O // F, 2019, übersetzt von Eirik Høyer Leivestad). Der wichtigste Punkt beim Lesen des Buches ist die irrationale und unvorhersehbare Zukunft des Finanzmarkts - trotz der Tatsache, dass die Ökonomen immer noch daran zu glauben scheinen Markt als fair und ausgleichend. Vogl bezeichnet Adam Smiths "unsichtbare Hand" als den etwas religiösen Glauben der Marktliberalisten an eine Rationalität hinter dem, was funktioniert. Beim Start in Oslo im Januar wies Ebba Boye im Gespräch mit Vogl auch darauf hin, dass die Wirtschaft jetzt neue Lehrbücher brauche, denn der Markt sei kein "perfekter" Mechanismus, bei dem die Krisen aus ganz anderen Gründen auftreten.

Finanzialisierung

Boye und Vogl bezeichnen die heutige neue Ideologie als "Finanzialisierung", bei der der Schwerpunkt nicht mehr auf der Realwirtschaft liegt. Finanziers schmälern die Realwirtschaft um kumulierte Werte, da sie sich mehr mit dem Verkaufswert von Unternehmen als mit der Produktion selbst befassen. Diese Finanzialisierung schleicht sich auch in immer mehr Lebensbereiche ein, in denen Geld zum Ziel und Maßstab der Gesellschaft geworden ist.

Boye erwähnt den Autohersteller Ford, der heute mehr aus den Gewinnen aus dem Verkauf macht Autokredite als auf dem tatsächlichen Autoverkauf. Und dass Geschäftsinhaber zunehmend mehr am Verkaufswert ihrer Aktien interessiert sind als daran, dass das Unternehmen Gewinne in das operative Geschäft reinvestiert. Erhebliche Gewinne fließen daher eher in den Erwerb von Anteilen als in die Reinvestition in Arbeitsplätze oder Produktion.

Hier können wir hinzufügen, dass der Finanzier auch von sogenannten getrieben wird Hebelkredite - spekulative Kredite mit hohem…

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