MODELL MIT DIGBY MORTON-ANZUG, LONDON, ENGLAND 1941 VON LEE MILLER (3884-5) © LEE MILLER ARCHIVES ENGLAND 2018. ALLE RECHTE VORBEHALTEN. WWW.LEEMILLER.CO.UK

Kamerafrauen in der Schusslinie


FOTOGRAFIE: Eine vielfältige Auswahl erfahrener Kriegsfotografen wird in zwei neuen Ausstellungen im Preus-Museum in Vergessenheit geraten: War Time (1935–1950) und Lee Miller.

Countries ist Filmautor, Regisseur und Autor für MODERN TIMES.
Email: ellen@landefilm.com
Veröffentlicht am: 2019

Kriegszeit 1935-1950 og Lee Miller: Krieg und Mode
Preus Museum 7.4–8.9.19


Alle neun in der neuen Ausstellung des Preus-Museums vertretenen Fotografen sind Frauen, die die Folgen des Krieges nur mit Kamera bewaffnet dokumentiert haben. Die Bilder sind rau und auffällig, aber auch warm, dokumentarisch - ein überraschender verherrlichender Krieg. Die Palette und das Thema sind breit. Die Fotografen arbeiteten an Aufträgen für die Presse und das Militär, doch ein Großteil ihres geschickten Fotojournalismus und ihrer einzigartigen Propagandabilder wird vergessen.

Der Digitalisierungsprozess hat das Problem mit Bildern mit der Bezeichnung "unbekannter Fotograf" oder dem gesamten in den Archiven abgestaubten Lebenswerk reaktiviert. Die laufenden Forschungsarbeiten enthüllen ständig die Nachlässigkeit der Geschichte in Bezug darauf, wer oder was gutgeschrieben wurde. Die Partnerliste der Ausstellung - das Norwegische Technische Museum, das Archiv und die Bibliothek der Arbeiterbewegung, das Osloer Museum und Tone Svinning - zeigt, wie ressourcenintensiv und notwendig diese Arbeit ist. Das Preus Museum sagt, dass es viele andere Fotografinnen gibt, aus denen man wählen kann, aber leider fehlen Ressourcen, um das Urheberrecht geltend zu machen. Wenn es um Kredit geht, scheint die Fotografie im Vergleich zur Literatur ein Stiefkind zu sein. Jetzt ist es Teil der Geschichte, dass der Beruf des Fotografen ab dem 1800. Jahrhundert für Frauen akzeptiert wurde und dass viele in der Arbeit für Fotoagenturen wie NTB nicht im Abspann blieben.

Sissel Lie, Drei Frauen mit Gasmasken, 1942. Gehört zum Archiv und zur Bibliothek der Arbeiterbewegung

Starkes Schicksal

In der Begegnung mit den vorgebrachten Fotografien faszinieren mich nicht nur die unterschiedlichen Qualitäten der Bilder, sondern auch die starken Schicksale. Der erste skandinavische Kriegskorrespondent berichtete von Norwegern einloggen Wenn Sie ein Abonnement haben oder uns durch ein Abonnement unterstützen Zeichnung für freien Zugang?


Abonnement NOK 195 / Quartal