Foto: Truls Lie

"Ich will mich nicht mehr als Jude sehen"


Der Historiker Shlomo Sand erklärt, warum er kein Jude mehr sein will. Sein Hintergrund ist jüdisch und er betrachtet Israel als eine der rassistischsten Gesellschaften der westlichen Welt.

Email: shlomosand@gmail.com
Veröffentlicht am: 2015

Das Land, in dem ich Staatsangehöriger bin, definiert meine Staatsangehörigkeit als "jüdisch" bei der Volkszählung. Es bezeichnet sich auch als den Staat des "jüdischen Volkes". Dies bedeutet, dass die Gründer und Gesetzgeber des Landes diesen Staat als kollektives Eigentum der "Juden der Welt" - ob Gläubige oder nicht - betrachten, anstatt ihn als demokratischen, unabhängigen Staat für seine Bürger zu betrachten.
Der Staat Israel definiert mich als Juden. Nicht, weil ich mich in einer jüdischen Sprache ausdrücke, jüdische Lieder singe, jüdisches Essen esse, jüdische Bücher lese oder andere jüdische Aktivitäten mache. Ich werde als Jude eingestuft, weil der Staat durch eine Überprüfung meiner familiären Wurzeln festgestellt hat, dass ich von einer jüdischen Mutter geboren wurde - die wiederum jüdisch ist, weil meine Großmutter dort war, auch dank meiner Großmutter. So geht es über unendlich viele Generationen weiter.
Wenn nur mein Vater als Jude gesehen worden wäre, wäre ich als Österreicher registriert worden. Ich war …


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