Foto: v Hans-Georg Kohler

Hausbesetzung und Basisanarchismus


BERLIN: Die 70er Jahre kehrten in vielerlei Hinsicht nach Berlin zurück, jedoch mit dem entgegengesetzten Vorzeichen: Der heutige Kampf gegen die brutale Stadtsanierung und den Abriss von vom Krieg zerstörten Wohngebäuden hat sich heute zu einem Kampf gegen Gentrifizierung und Wohnungsspekulation entwickelt.

Kohler ist ein regelmäßiger Rezensent für MODERN TIMES.
Email: hansgkkohler@web.de
Veröffentlicht: 15. Juni 2020

Anarchistische Gruppen spielten zu dieser Zeit eine entscheidende Rolle in der Stadtentwicklung und machen sie in der heutigen Situation nützlich: Vor einem Jahr besetzten Aktivisten zwei Wohnhäuser in der Reichenberger Straße in Kreuzberg nach einer Demonstration gegen höhere Mieten und Gentrifizierung. 20 000 Demonstranten teilgenommen. Insgesamt neun Häuser Berlin war an diesem Tag besetzt. Parallel zur Wohnungsnot steigt die Sympathie der Berliner Bevölkerung für die Besetzung unbewohnter Häuser und Wohnungen. Im vergangenen Sommer flammte der Streit zwischen feministischen und queeren Anarchistinnen und der Polizei in den besetzten…

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