Die Hirnforschung begegnet dem Menschen nicht als denkendem Wesen


Die moderne Hirnforschung spielt heute eine unbestreitbare Hauptrolle in der jüngsten Wissenschafts- und Forschungspolitik. Markus Gabriel stellt diesen Status und diese Position in Frage und zeigt, dass nichts weniger als unsere Freiheit auf dem Spiel steht.

Ohrem ist Schriftsteller für MODERN TIMES.
Email: sigurdoh@vfk.no
Veröffentlicht am: 2018
Ich bin kein Gehirn
Autor: Markus Gabriel
Verlag: Polity Press, US / UK

Die Frage nach der Beziehung zwischen Geist und Gehirn - dem Seelen-Körper-Problem - lässt sich in der Neuzeit auf Descartes zurückführen und reicht sogar bis in die Antike zurück. Gleichzeitig wurde das Thema der verschiedenen Absolventen erneuert, was sowohl mit der Entwicklung neuer Technologien als auch mit neuen Ideologien zu tun hat, die aus den Fortschritten in den Naturwissenschaften hervorgegangen sind.

Die moderne Hirnforschung hat als Auszeichnung, als vorbildliche Aktivität und als metaphysische Grundlage für scheinbar alle anderen wissenschaftlichen Diskurse eine bemerkenswerte Führungsrolle erhalten. Dies ist problematisch und hat schwerwiegende Konsequenzen, die ich in einer ideologiekritischen Perspektive diskutieren werde, indem ich die Hauptideen des aktuellen Buches des deutschen Philosophen Gabriel anspreche.

Markus Gabriel im Jahr 2017 veröffentlichte seine ursprünglichen Ich bin kein Gehirn in englischer Sprache unter dem Titel Ich bin kein Gehirn. Das Buch ist fest in einer kritischen Philosophie des Bewusstseins (Philosophie des Bewusstseins) verankert. Der Titel gibt uns einen Vorgeschmack auf ein Identitätsproblem, das im Mittelpunkt des Buches steht, aber zu subtil ist, um hier näher darauf einzugehen. Das Philosophiebuch handelt viel davon, was es bedeutet, etwas anderes zu sein. Bin ich und mein Gehirn ein und dasselbe? Ist der Geist das Gehirn? Ist Bewusstsein ein Computerprogramm? Solche Fragen können endlos gestellt werden und im Buch wird jeder mit einem Nein beantwortet. Weder das Selbst, das Bewusstsein, der Verstand noch das Selbst sind mit irgendetwas anderem identisch als mit sich selbst - etwas, das laut Gabriel von den sogenannten Neuroreduktionisten sowohl verschwommen als auch missverstanden wird.

Der Neuroreduktionismus predigt, dass das Selbst das Gehirn ist. Gabriel glaubt, das Selbst sei nicht identisch mit dem Gehirn und daher mit der menschlichen Freiheit verbunden.

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Das Gehirn Jahrzehnt. Gabriel kritisiert verschiedene Themen des "Brain-Reductionism" kritisch. Der Neuroreduktionismus mit der dazugehörigen Ideologie des Neurophysizismus predigt, dass das Selbst das Gehirn ist. Folglich wirkliches Wissen und tiefes Verständnis des Selbst, das Bewußtsein, der Wille und der Geist kann nur durch die Untersuchung des Gehirns über die Hirnforschung in erster Linie mit der Evolutionsbiologie gepaart zu erreichen. Gabriels Ansicht ist natürlich das Gegenteil - das Selbst ist nicht das Gehirn. Und es hat die wichtige Konsequenz, dass wir freie Wesen sind, was bedeutet, dass das Selbst nicht aus einer einzigen Theorie extrahiert oder von einer Ideologie umfasst werden kann. Gabriels Kreuzzug gegen den Neurofetischismus ist gleichzeitig ein Protestmarsch in…


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