Flucht in die Freiheit?


Griechenland ist mitten im Umsiedlungsstrom bekannt. Passenderweise hatte das diesjährige Dokumentarfilmfestival in Thessaloniki eine eigene Sektion für Filme zu diesem Thema.

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Veröffentlicht am: 2016

Europa ist mit der größten Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert, und ein großer Teil davon kommt über Griechenland an. Die 18. Ausgabe des Dokumentarfilmfestivals in der zweitgrößten Stadt des Landes, Thessaloniki, widmete im vergangenen Monat den Filmen zu diesem Thema ein spezielles Programm unter dem ambivalenten und leider angemessenen Titel Flüchtlinge: Flucht in die Freiheit?

Transittøya. I Das ist Exil: Tagebücher von FlüchtlingskindernMani Yassir Benchelah, der mit dem Preis von Amnesty International für das beste Filmfestival für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, porträtiert syrische Kinder unterschiedlichen Alters aus den vielen Flüchtlingslagern im Libanon. Zunächst heißt es im Film, dass von den fast vier Millionen Menschen, die seit März 2011 aus Syrien geflohen sind, mehr als die Hälfte Kinder sind. Viele von ihnen befinden sich im Libanon, einem Land, in dem fast ein Viertel der Syrer leben. Benchelah filmt diese Kinder seit einem Jahr und der Film bietet einen bewegenden Einblick in die Erfahrungen des Bürgerkriegs, die sie geprägt haben (siehe Rezension hier: Syrien verlor seine Kindheit).
Für viele Flüchtlinge führt die Straße um die italienische Insel Lampedusa, die zu einer Art Transitpunkt für Menschen geworden ist, die das Mittelmeer überquert haben, und wird im Film dargestellt Lampedusa im Winter. Diese Dokumentation beginnt mit einem Rettungsschiff, das einen dramatischen Notruf von einem Boot mit Flüchtlingen an Bord aufnimmt, die Wasser aufnehmen. Der österreichische Regisseur Jakob Brossman konzentriert sich jedoch auf das tägliche Leben der Insel in der verschlafenen Wintersaison.
Es ist eine kühne und interessante Entscheidung des Filmemachers, die Insel durch die Einheimischen darzustellen, was er durch einen konsequenten Beobachtungsansatz tut. Dennoch können Sie gelegentlich die Perspektive der Ausländer sowie einige Hintergrundinformationen zu bestimmten Ereignissen verpassen. Andererseits ist jeder in dieser kleinen Gemeinde von den vielen Flüchtlingen geprägt, die zu ihnen kommen - oft unter sehr dramatischen Umständen. Und der Film zeigt nicht zuletzt, wie lokale Kräfte versuchen, diesen Menschen zu helfen, während die Außenwelt nicht gerade übermäßig in den Zustand der Insel verwickelt zu sein scheint.

Traum von Dänemark. Der schwedische Film Ich bin in dublin gibt einen Einblick in die Konsequenzen des sogenannten Dublin-Abkommens, was bedeutet, dass Asylsuchende bei dem europäischen Land, in dem sie angekommen sind, einen Antrag stellen müssen. Der Film erzählt ...


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