Dokumentarfilme, die die Welt verändern werden


Wir stehen vor einer neuen Welle von Dokumentarfilmen, die sich nicht damit zufrieden geben, die Realität zu zeigen. Sie wollen einen echten sozialen Wandel schaffen, weit über die traditionellen Ausstellungsräume hinaus.

"Mit der Veröffentlichung des Films ist nur noch die Hälfte der Arbeit erledigt", sagt Julia Dahr.

Der norwegische Filmemacher ist anlässlich der Weltpremiere seines neuen Films in Kopenhagen Danke für den Regen, und den Dokumentarfilm auf der Veranstaltung GoodPitch zu präsentieren. Dahr arbeitet seit sechs Jahren mit dem Film und glaubt, dass sie noch viele Jahre damit arbeiten wird. Sie hofft, dass der Film weit über das Festivalpublikum und die nordeuropäischen Fernsehzuschauer hinausreichen kann. Dahr möchte, dass es Veränderungen schafft und sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene Wellen schlägt.

Damit ist Dahr Teil einer Welle neuer Dokumentarfilmer, die es ablehnen, ein Phänomen zu dokumentieren, es der Welt zu zeigen und dann weiterzumachen. Sie wollen echte soziale Veränderungen schaffen, außerhalb der dunklen Betrachtungsräume.

RUMANGABO, DEMOKRATISCHE OSTREPUBLIK KONGO, MÄRZ 2012: Ein Ranger blickt vom Wachturm aus auf die Zentrale des kongolesischen Naturschutzrangers ICCN im Virunga-Nationalpark, DR Kongo, 9. März 2012. (Foto von Brent Stirton / Reportage für das GEO-Magazin.)

Vom Bauern zum Klimaaktivisten. Vor sechs Jahren gingen Julia Dahr und die Kamerafrau Julie Lunde Lilleseter nach Kenia. Sie wollten einen Film über Menschen drehen, die direkt vom Klimawandel betroffen waren. Einer von ihnen war Kisilu Musya.

2011 kehrte Musya aus der Stadt aufs Land zurück, um sich wie seine Eltern als Bauer niederzulassen. Die Eltern hatten auch schwierige Wetterbedingungen erlebt, aber Musya hatte sich nie vorgestellt, wie schlimm es sein würde. Mit dem Klimawandel ist das Wetter extremer geworden. Zum Beispiel könnten Musya und ihre Familie Dürreperioden erleben. Als sie dann versuchten, die Ernte an das trockene Wetter anzupassen, kam die Flut und spülte alles weg. Der Sturm hat das Dach seines Hauses gesprengt.

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"Es ist schwierig, den Klimawandel zu planen", sagt Musya, als MODERN TIMES ihn in Kopenhagen mit Julia Dahr trifft.

Der kenianische Bauer bat Dahr, ihm eine Kamera zu geben, damit er das Wetter dokumentieren könne, wenn sie nicht da sei. Im Laufe der Zeit ist Musya selbst Filmemacherin und Klimaaktivistin geworden und fungiert als informelle Beraterin und Führungskraft in der örtlichen Gemeinde. Er hilft anderen Landwirten, andere Strategien zu finden, um Pflanzen gegen den Klimawandel abzusichern. Er hat Selbsthilfegruppen eingerichtet und Baumpflanzprojekte initiiert. Sie haben begonnen ...


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