Die liberale Demokratie ist so zusammengeschraubt, dass die ganze Idee selbstzerstörerisch ist


DEMOKRATIE: Laut Adrian Pabst irren wir uns im Grunde mit einer falschen Sichtweise der liberalen Demokratie.

Fafner kritisiert regelmäßig in MODERN TIMES. Lebt in Tel Aviv.
Email: fafner4@yahoo.dk
Veröffentlicht am: 2019
Die Dämonen der liberalen Demokratie Author
Autor: Adrian Pabst
Verlag: Gemeinwesen, Vereinigtes Königreich

Die Demokratie zieht sich zurück. In den 1970er Jahren sahen viele die Demokratie als die Hoffnung und gemeinsame Zukunft der Menschheit. Im Glauben der Nachkriegszeit lebte es noch, dass bewaffnete Konflikte bald in die Geschichtsbücher aufgenommen werden könnten, und obwohl der Kalte Krieg noch Realität war, war die Demokratie ein Garant dafür, dass alle Streitigkeiten beigelegt würden.

Es war natürlich eine Illusion, die sich vor allem in den letzten Jahrzehnten bestätigt hat. Aufstrebende Demokratien wie die Türkei und Venezuela scheinen wieder in die entgegengesetzte Richtung zu gehen, und in China ist, wie von vielen erwartet, eine Verschmelzung von kommunistischer Ideologie und neoliberaler Ökonomie erreicht worden. Der Westen verhält sich auch nicht wie erwartet. In den letzten Jahrzehnten haben wir eine Reihe von Trends gesehen, die als antidemokratisch wahrgenommen werden. In der EU sind Ungarn und Polen mit erhobenen Zeigefingern begegnet; Alternative für Deutschland und Frankreichs Marine le Pen haben totalitäre Modelle; und es gibt guten Grund, Donald Trumps demokratische Denkweise anzuzweifeln.

Das Problem ist zum Teil, dass wir Demokratie oft als liberale Demokratie verstehen. Das ist das Modell, an dem die meisten Menschen ihren Hut hängen, und das liegt daran, dass wir laut Adrian Pabst im Grunde genommen mit einer falschen Sicht der Demokratie umgehen. Pabst, der Politikwissenschaft an der University of Kent lehrt, erklärt in seinem neuesten Buch, wie es von der Rennstrecke geleitet wird und dass es sowohl beunruhigend als auch nachdenklich ist. Seine Diagnose geht viel tiefer als die übliche Erklärung, dass die Krise der Demokratie einfach auf ein vorübergehendes Versagen des Populismus zurückzuführen ist.

Sie erhalten eine Reihe von unpersönlichen Werten wie die Weltwirtschaft
Austausch und bürokratische Regulierung von oben nach unten.

Der postdemokratische Marktstaat. In der Tat ist die liberale Demokratie so zusammengeschraubt, dass die ganze Idee selbstzerstörerisch ist.

In dieser Philosophie ist die Globalisierung zu einem heiligen Gral geworden und hat eine Reihe äußerst negativer Konsequenzen. Sie überlässt die Entwicklung multinationalen Unternehmen. Kurzfristig schafft es Wohlstand, aber zu fördern ...


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