Die SF-Sitzung im Februar 1969
Die Versammlung der Sozialistischen Volkspartei 1969. Anwesend sind unter anderem Finn Gustavsen, Tron Øgrim, Kjell Cordtsen und Ole Kopreitan. FOTO: Aage Storløkken, NTB Scanpix

Die Mitgliedschaft in den Supermachtblöcken ist zu einer Bedrohung für die Länder selbst geworden


ORIENTIERUNG 22. April 1969: Heute ist klarer denn je, dass es die Machtpolitik der Großmächte ist, die den Weltfrieden bedroht.

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Veröffentlicht: 1. April 2019

Am 4. April besteht die NATO seit 20 Jahren, und die NATO Norwegen glaubt, dies sei der Grund zum Feiern. In diesem Zusammenhang wird der Regierungsrat der Sozialistischen Volkspartei Folgendes festlegen:

Nach 20 Jahren können die Mitgliedstaaten ihre Mitgliedschaft im Bündnis mit einjähriger Kündigungsfrist kündigen. Auf dem jüngsten nationalen Treffen von Høyre erklärte Außenminister John Lyng, dass die fortgesetzte Beziehung Norwegens zur NATO durch die Behandlung und Entscheidung von Storting im Juni 1968 bestätigt worden sei. Er argumentierte, dass die Grundlage für unsere Sicherheitspolitik für eine beträchtliche Zeitspanne gelegt worden sei.
Wie so oft versuchen NATO-Politiker, die Sicherheitspolitik unseres Landes über die Köpfe des Volkes hinweg zu etablieren. Unsere Außen- und Verteidigungspolitik wird aus dem Wahlkampf herausgehalten, aber nach der Wahl werden sie behaupten, ein neues Mandat erhalten zu haben, um unser Land unter die NATO zu stellen.
Diese Politik bedeutet, dass Norwegen in den kommenden Jahren am internationalen Rüstungswettlauf teilnehmen wird. Von 1949 bis 1969 stiegen die Verteidigungsausgaben von 370 auf 2400 Millionen NOK pro Jahr. Die starke militärische Anklage, insbesondere in Nordnorwegen, hat unser Land im Kriegsfall zum Angriffsziel gemacht.
Durch die umfassende Integration | Die NATO hat den norwegischen Behörden das Recht unseres Landes eingeräumt, ihre Außen- und Sicherheitspolitik nicht nur in Krisensituationen, sondern auch in Friedenszeiten zu gestalten.

Die Mitgliedschaft in den Supermachtblöcken ist zu einer Bedrohung für die Länder selbst geworden. Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion stehen für eine Machtpolitik, auf die sowohl Griechenland als auch die Tschechoslowakei hereingefallen sind. In Griechenland wurde an der Südflanke der NATO mit Hilfe der USA eine Militärdiktatur eingeführt, die den in allen NATO-Ländern beispiellosen Krisenplan der NATO anwendet.

Heute ist klarer denn je, dass es die Machtpolitik der Großmächte ist, die den Weltfrieden bedroht.

Norwegen ist durch seine Mitgliedschaft in der NATO Teil des militärischen Bündnisses der reichen Länder. Wir werden zunehmend in die Zusammenarbeit mit faschistischen und autoritären Regimen hineingezogen, die mit Unterstützung der NATO die Befreiungsbewegungen bekämpfen und ihre Unterdrückung und Ausbeutung anderer Völker ausweiten.
Die Regierung der Sozialistischen Volkspartei fordert alle NATO-Gegner auf, Mitglieder der Kampagne NORWAY OUT OF NATO zu werden und ihre Bemühungen zu verstärken, unser Land von der Blockpolitik zu befreien.

(ORIENTIERUNG 22. April 1969)

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