Kann die Migrationskrise gelöst werden?


Das Migrations- und Flüchtlingsproblem könnte radikal reduziert werden, sagt die britische Anwältin und Harvard-Professorin Jacqueline Bhabha in ihrem neuen Buch.

Juhl-Nielsen lebt in Kopenhagen.
Email: nielsjohan@gmail.com
Veröffentlicht am: 2018
Können wir die Migrationskrise lösen?
Autor: Jacqueline Bhabha
Verlag: Polity Press, USA

Als 2015 große Flüchtlingsströme nach Europa wandten, erwachte der Kontinent zu einem Stück Realität, das er bisher verdrängt hat. Mit den tragischen Ereignissen in Syrien war dies nicht mehr möglich - so massiv war der Zustrom in unseren Teil der Welt. Wir kennen die miserable Reaktion Europas: Die europäischen Staaten konnten sich nicht auf eine tragfähige Lösung einigen. Ungeachtet des Migrations- und Flüchtlingsproblems seiner besonderen Natur ruft die Komplexität des Themas nach wie vor ein Gefühl der Panik und offensichtlich eine heftige Reaktion von Politikern und Wählern hervor. Dazu trägt auch bei, dass wir am Ende der aktuellen geopolitischen Ordnung stehen. Europa ist sich heute bewusst, dass ein Migrations- und Flüchtlingsdruck eine Chance ist, wenn die Menschen aus irgendeinem Grund in eine Situation geraten, in der die richtige Reaktion darauf besteht, sich zu trennen. Aber gibt es Alternativen dazu?

Krise oder Schwankungen?

Professor Jacqueline Bhabha hat versucht, eine Antwort in dem Buch zu geben Können wir die Migrationskrise lösen? (2018). Können andere Optionen erdacht werden? Darauf aufbauend entwickelt der Autor eine Reihe von Fragen, die dazu dienen sollen, einen umfassenden Rahmen für das Verständnis zu finden, innerhalb dessen die Frage beantwortet werden kann. Grundsätzlich ist es für den Autor wichtig zu klären, wann es eine Krise gibt und nicht nur sogenannte normale Schwankungen der Migrations- und Flüchtlingszahlen. Wie sollte sich die Ethik darüber hinaus auf die aktuelle Situation beziehen, in der Migranten und Flüchtlinge in extrem riskante Situationen gebracht werden? Bei der Beantwortung einer solchen Frage wäre es zweckmäßig, die Frage des Normalen vorher beantworten zu lassen.

In Bezug auf den institutionellen Rahmen versucht der Autor zu klären, wie die Architektur des von den Staaten verwendeten internationalen Abkommenssystems strukturiert ist. Und schließlich, was ist der Haupttreiber der gegenwärtigen Zwangsmigration, wo die Identifizierung der zugrunde liegenden Ursachen eine Voraussetzung dafür ist, dass der gegenwärtige Migrations- und Flüchtlingsdruck gehandhabt und so zu einer nachhaltigen Lösung gebracht werden kann. Die Antworten, die der Leser später erhält, müssen natürlich im Zusammenhang mit den Fragen gesehen werden, in denen die Fragen gestellt wurden. Jacqueline Bhabha schlägt eine Reihe von Reformen vor, muss aber zugeben, dass keine der Reformen die Migration lösen wird und…


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