Was die Landschaft bietet


Die Natur steht im Dialog mit der Poesie in Karin Hauganes neuester Gedichtsammlung, in der die Zeit selbst der wichtigste Baustein ist.

Novelist & Buchkritiker.
Email: gregnidaros@hotmail.com
Veröffentlicht: 3. Januar 2018
Neue Sonette vom See
Autor: Karin Haugane
Verlag: Gyldendal, Norwegen

Die Natur verkörpert sich in der Poesie. Oder anders ausgedrückt: Dichter lassen diese Dimension herein, die in Wirklichkeit sprachlos ist. Karin Haugane benutzt den Griff in ihrer letzten Veröffentlichung ziemlich oft Neue Sonette vom See: Sie gibt Vögeln oder Pflanzen keine Stimme, aber die Stimme in den Gedichten spricht sowohl Fauna als auch Flora (und das Klima) an und schafft eine Art Dialog mit dem Teil der Welt, der von der Sprache ausgeschlossen ist. Sie signalisiert in den Gedichten oft, warum dies geschieht und wie es für sie Gedichte schafft. Im Sonett 62 schreibt sie in den letzten beiden Sätzen:

Die Natur beruhigt mit menschlicher Hand / Die Bäume und das Wasser und die Berge und Pflanzen / Der Geruch von Fichte, es rieselt, ich ...

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