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Buchketten soziales ökologisches Modell inspiriert

Die Überraschung war groß, als die Mitarbeiterin von Bookchin, Janet Biehl, 2004 zu Hause in den USA ihren Briefkasten öffnete und einen Brief eines ehemaligen deutschen Diplomaten fand, der im Auftrag von Abdullah Öcelan Kontakt aufnehmen wollte, um Gedanken über Bookchins Ideen auszutauschen.

Der lebenslange Inhaftierte Öcalan hatte Bookchins Buch gelesen Die Ökologie der Freiheit und wollte die Ideen in ein Programm für verwandeln PKK (Kurdische Arbeiterpartei). Von einer militanten, separatistischen Bewegung sollte die PKK zu einer Avantgarde einer sozialen Bewegung entwickelt werden, die soziale Hierarchien bekämpfen und sich für Frauen einsetzen kann. Die Vision war in erster Linie die Entwicklung eines unabhängigen, ökologischen und unabhängigen Kurdistans auf der Grundlage des Prinzips der direkten Demokratie.

Nach dem Tod von Bookchain besucht Janet Biehl im Frühjahr 2019 zum dritten Mal Rojava. Der Zweck war zu dokumentieren, wie Bookchins Ideen in Rojava übersetzt worden waren, von dem sie bei ihren früheren Besuchen viele Ausdrücke gesehen hatte.

In Bezug auf Rojava, das in einem zusammengebrochenen Staat entstanden ist, schreibt New Internationalist im Juni 2020: „Rojava gilt als Zufluchtsort für Basisdemokratie, basierend auf den Prinzipien von Feminismus, Ökologie, kulturellem Pluralismus, partizipativer Demokratie und einer kooperierenden Sharing Economy. Seit 2012 wird Rojava als radikale Alternative zum Nationalstaat präsentiert, der von Abdullah Öcalan, dem inhaftierten Führer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) in der Türkei, als "demokratischer Konföderalismus" artikuliert wurde.

Der kürzlich verstorbene britische Anthropologe David Graeber beschreibt Rojavas revolutionäre Autonomie als "eine Synthese der Ideen des amerikanischen Anarchisten und Sozialökologen Murray Bookchin und anderer Schriftsteller, der kurdischen Tradition und der breiten Erfahrung in der Pragmatik der revolutionären Organisation". Es hat Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. "

Mit dem Rückzug der USA aus dem Gebiet und dem Wunsch der Türkei, die Kurden zu besiegen, befindet sich Rojava in diesen Monaten in einer besonders schwierigen Phase, nicht zuletzt mit COVID-19. Die Hilfe der WHO und der Vereinten Nationen geht durch Nationen und macht Rojava von der Hilfe des syrischen Herrschers Bashar al-Assad abhängig. Das Notfallkomitee für Rojava und die internationale Solidaritätsbewegung Make Rojava Green Again behandeln überhaupt nicht den Ernst der Lage in der Region.

Siehe auch: Die Kurden in Rojava og Alltagskraft haben

 

Niels Johan Juhl-Nielsen
Juhl-Nielsen lebt in Kopenhagen.

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