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Über den Migrationsfilmemacher

Briefe an Theo
Regissør: Élodie Lélu
(Belgia)

MIGRASJON: I Lettre à Theo («Brev til Theo») utforsker regissør Élodie Lélu den avdøde greske filmskaperen Theo Angelopoulos’ visjoner og arbeid knyttet til flyktningkrisen i Hellas.

Einer der führenden griechischen Regisseure, Theodoros "Theo" Angelopoulos, starb im Januar 2012 am Set des Films, den er nie fertigstellen konnte. Fiction-Film Das andere Meer Es sollte eine Geschichte über die Schleusung von Migranten und ihre Ankunft in der griechischen Hafenstadt Piräus sein, kurz bevor dieses Fiktionsszenario in Griechenland zum Tragen kam.

I Lettre à Das Ö, Die Uraufführung fand im DOK Leipzig im vergangenen Jahr statt, und sie sucht nach dem unvollendeten Film der französischen Regisseurin Élodie Lélu Angelopoulos in Erinnerung an ihr Projekt und ihre Zusammenarbeit, die in mehrfacher Hinsicht die heutige Situation in Griechenland voraussagten.

Ein Filmtagebuch

Lélus Film ist wie ein Tagebuch. Jeden Tag wendet sie sich an den verstorbenen Theo und denkt über seine Visionen und Bemühungen als "Filmemacher der Migration" nach. Lélu beschäftigt sich während des gesamten Dokumentarfilms mit Angelopoulos 'Arbeiten. Auszug aus seinen Filmen, sie verschmilzt geschickt mit ihrem eigenen Dokumentarfilm. Sie will seine Worte nicht missbrauchen und lässt Angelopoulos manchmal durch ihre Filme für sich selbst sprechen.

Lettre à Theo ist Angelopoulos 'Motiven treu und behandelt die Themen, die in vielen seiner Arbeiten aufgetaucht sind – Konzepte wie Außen- und Innengrenzen, Exil und die Suche nach einem Ort, an dem man sich zuhause fühlen kann.

Für Tausende von Menschen sind Flucht vor Krieg und Armut
Griechenland ist "ein großer Warteraum" geworden.

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Angelopoulos 'persönliche Visionen, die in all seinen Filmen zum Ausdruck kommen, charakterisieren die thematischen Entscheidungen sowie die kinematografische Sprache. Linien – manchmal weniger statisch und eher flüchtig – sind in Lélus Dokumentarfilm vorhanden. Getreu Angelopoulos 'Stil macht Lélus' Kamera großzügige Bewegungen, die bei jeder Aufnahme eine Pause ermöglichen. Hin und wieder folgt die Kamera ihren anthropomorphen Linien – es können Stromleitungen sein, die sich scheinbar nie treffen werden, oder solche, die durch enge Korridore in einem Hotel gebildet werden, das in einen Flüchtlingshafen in Athen verwandelt wurde.

Als die Kamera im Asyl- und Flüchtlingsbüro eintrifft, zeigt sie im Morgengrauen eine endlose Schlange von Migranten. Die Kamera bewegt sich von einer Person zur anderen und zeigt uns die vielen Gesichter der Krise. Gleichzeitig haben wir nicht die Möglichkeit, uns auf die einzelnen Geschichten des Einzelnen zu konzentrieren. "Dies ist die Tür nach Europa, Theo", sagt Lélu. "In einem kleinen weißen Raum erzählen zwei Experten, ein Drucker und ein Mikrofon ihre Geschichten. Der Anfang ihrer Geschichten ist anders, aber das Ende ist immer dasselbe."

Lettre à Theo Regisseur Élodie Lélu

Die Suche nach dem "anderen Meer". Genau wie der griechische Oberst, der seinen Fuß über die Grenze des Angelopoulos-Films erhebt Der aufgehängte Schritt des StorchsLélu flirtet mit der Frage der Grenzen. Sie erkundet die fragile Grenze zwischen hier und "anderswo", zwischen Vorstellungskraft und Realität. Dies bringt sie in ein temporäres Migrationslager (jetzt geschlossen) am ehemaligen Flughafen Elliniko in der Nähe der griechischen Hauptstadt. Unzählige Menschen warten hier darauf, nicht glauben zu wollen, dass der verlassene Flughafen das "andere" Ziel ihrer gefährlichen Reise sein könnte. Aber für Tausende von Menschen, die vor Krieg und Armut fliehen, ist Griechenland "ein riesiger Warteraum" geworden.

Einige der Flüchtlinge, die sie filmt, ähneln Angelopoulos 'Protagonisten und dem verstorbenen Filmemacher selbst, wie Rahin, der auch davon träumt, "The Other Sea" zu erreichen. Wir treffen einen Anwalt aus Aleppo, Izzet, der glaubt, auf der Reise alles (außer seinen Worten) verloren zu haben, und das Exil als Gelegenheit betrachtet, Griechenland zu verstehen – «Iliass und Odyssees Land ».

Angelopoulos war ein Mann, der Politik einst für eine Glaubensfrage hielt – ein Ideal, das später in seinem Leben verwirklicht wurde. Die Krise sollte im Mittelpunkt seines neuesten Films stehen. Es sollte die Geschichte der Griechenlandkrise erzählen, aber auch die Krise eines Europas, dessen einheitliche politische Front heute entfernter denn je zu sein scheint. Die Krise, die Angelopoulos aufs Feld zog, kennzeichnet das Ganze Brief an Theo. Doch auch in der Dokumentation steckt ein Hauch von Widerstand. Der französische Regisseur sieht davon ab, Angelopoulos desillusionierte Haltung zur Politik zu teilen, und verweist auf Elemente des Widerstands, die im heutigen Griechenland zu spüren und zu spüren sind und die Hoffnung geben, dass echte Politik noch existiert.

Sevara Pan
Sevara Pan ist Schriftstellerin und lebt in Berlin.

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